Audi-Chef Martin Winterkorn kündigt Mittelmotor-Sportwagen für 2007 an

Die Weltpremiere der Konzeptstudie Audi Le Mans quattro sorgte auf der Frankfurter IAA im September 2003 für viel Aufsehen. Der auf den Supersportler Lamborghini Gallardo basierende Ingolstädter strotzte vor Leistung und faszinierte mit seiner aggressiven und kühnen Optik. Auf aberwitzige 610 PS wurde das V10-Triebwerk in der Konzeptstudie aufgeladen. Für viele Audi-Fans und Sportwagen-Freunde stand fest: Dieser PS-Hammer muss kommen. Doch seit der IAA-Premiere ist es recht still geworden um das ehrgeizige Power-Projekt. Erst jetzt, Mitte Mai 2005, wurde endlich offiziell grünes Licht für eine entsprechende Extrem-Flunder mit vier Ringen gegeben. Bereits 2007 sollen die ersten Serienfahrzeuge im Werk Neckarsulm vom Band laufen. Dies gab Audi-Chef Martin Winterkorn auf der 116. Ordentlichen Hauptversammlung der Audi AG in seiner Rede bekannt.

Weniger exklusiv als der Gallardo
Wie bereits die IAA-Studie, so wird auch das entsprechende Serienmodell technisch auf dem Lamborghini Gallardo basieren. Doch vermutlich wird der Audi nicht ganz so exklusiv und nicht so stark sein wie der Gallardo. Außerdem ist zu erwarten, dass ein entsprechender Audi-Sportwagen etwas praktischer ausgelegt wird und nicht ganz so teuer ist wie die italienische Basis. Als Motorisierungen für den Audi-Renner ist neben dem V10 aus dem Gallardo auch eine Version mit V8-Motor denkbar. Im Audi RS4 verrichtet ein entsprechender 4,2-Liter-Motor bereits 420 PS. Schon mit dieser Motorisierung dürfte das künftige Mittelmotor-Coupé sehr sportliche Fahrleistungen ermöglichen. Unter fünf Sekunden von null auf 100 km/h sind kein Problem. Über genaue technische Details lässt sich derzeit aber lediglich spekulieren. Bis zur endgültigen Serienreife gehen ja noch fast zwei Jahre ins Land.
(mh)

Audi-Flunder kommt