Teilkasko schützt bei Diebstahl und Teileklau

Laut Statistik wird alle zwei Minuten in Deutschland eingebrochen. Aktuell verzeichnet die Polizei vermehrt Fälle des so genannten "Homejackings", einer besonderen Form des Diebstahls teurer Autos. Dabei brechen die Diebe nachts in Häuser und Wohnungen ein, stehlen dort gezielt Fahrzeugschlüssel und -papiere und anschließend das Auto. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) geht hier von einer Dunkelziffer von 1.000 Fällen pro Jahr aus.

Teileklau immer beliebter
Aber Autodiebe stehlen nicht nur ganze Autos. Teile von Karosserie oder Ausstattung sind immer beliebter, da sie schwerer zu identifizieren und daher leicht zu verkaufen sind. Ob Xenon-Scheinwerfer, Navigationsgeräte oder ganze Innenausstattungen. Aufgrund der serienmäßigen Einführung der elektronischen Wegfahrsperre ist die Zahl der Fälle von Autodiebstahl seit 1995 zwar rückläufig. Der Ausgleich für entwendete Fahrzeuge oder Teile verursacht den Versicherern jedoch immer noch hohe Kosten. Insgesamt entschädigten sie in der Teilkasko im vergangenen Jahr ihre Kunden mit 921 Millionen Euro. Der Diebstahl eines Pkw und von bestimmten Teilen des Autos ist in der Regel durch die Teilkasko gedeckt.

Durch Einbruch zum teuren Pkw
Während typische Wohnungseinbrüche zumeist tagsüber verübt werden, schlagen "Homejacker" häufig nachts zu. Bevorzugt sind wohlhabende Wohngegenden mit freistehenden Einfamilienhäusern und Autobahnanschluss in der Nähe. Bei der Suche machen sich die Diebe eine typische Angewohnheit zunutze: Die meisten Autofahrer bewahren die Fahrzeugschlüssel in der Garderobe im Hausflur auf. Obwohl nur auf der Suche nach dem Schlüssel, sollte die Gewaltbereitschaft der Täter nicht unterschätzt werden. Die Kriminalpolizei Polizei rät: Sind die Täter bereits im Haus, sollten sie weder angegriffen noch an der Flucht gehindert werden. Es empfiehlt sich Ruhe zu bewahren und – wenn es gefahrlos möglich ist – sofort die Polizei zu rufen.

Schutz gegen Autodiebstahl
Die Möglichkeiten, sein Fahrzeug gegen Einbruch oder Diebstahl zu schützen sind begrenzt, das weiß auch die Polizei. Den besten Schutz bietet noch immer eine Garage. Eine Alarmanlage bei einem Fahrzeug auf der Straße ist für Profidiebe heute kein Hindernis mehr. Für Autobesitzer, die ihr Fahrzeug nicht in einer Garage abstellen, empfehlen Polizei und der GDV folgende Grundregeln als Schutz vor Autodiebstahl:
  • Sichern Sie Ihr Haus ausreichend gegen Einbruch und lassen Sie auch während Ihrer Anwesenheit in der Nacht möglichst keine Fenster und Türen unverschlossen.
  • Fertigen Sie Kopien der Fahrzeugpapiere an und bewahren Sie diese getrennt von Fahrzeug und Schlüssel auf.
  • Lassen Sie niemals Originalpapiere, Wertgegenstände oder Gepäck unbeaufsichtigt im Auto zurück.
  • Nutzen Sie eine Lenkradkralle, falls Ihr Fahrzeug keine elektronische Wegfahrsperre besitzt.
  • Vermeiden Sie dunkle, unbelebte Straßen und parken Sie Ihren Pkw möglichst in einer Garage oder auf einem bewachten, öffentlichen Parkplatz.
  • Schließen Sie ihren Pkw jederzeit gut ab.
  • Achtung auf Tankstellen: Schließen Sie Ihren Pkw ab, auch wenn Sie nur kurz zum Bezahlen gehen.
  • Handeln Sie schnell, wenn der Autoschlüssel gestohlen wurde: Sprechen Sie mit einer Fachwerkstatt über mögliche Maßnahmen, um den Diebstahl mit dem Schlüssel zu verhindern (z.B. Sperren des gestohlenen Schlüssels).
  • Nehmen Sie – wenn möglich – das Radio mit, wenn Sie Ihren Pkw verlassen oder schützen es mit einem Code.
Teure Extras gesondert versichern
Je hochwertiger das Zubehör im Auto, desto größer ist die Gefahr, Opfer eines Teile-Diebstahls zu werden. Abzüglich der Selbstbeteiligung können auch teure Auto-HiFi-Anlagen oder Tuning-Elemente über die Teilkasko versichert werden und mit einem geringen Mehrbeitrag können die meisten teuren Extras mitversichert werden. Mit innovativen Produkten wie dem "Zweitwagen"-, "Paarspar"- oder "Danke-Chef"-Tarif bietet zum Beispiel die Direct Line Versicherung AG maßgeschneiderte Autoversicherungen an.
(pk)

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