Um nicht abzuheben, musste sich Bugatti einiges einfallen lassen

,400 km/h! Wer soll das fahren?", so titelte jüngst Bild-Online in großen Lettern zum Thema Bugatti Veyron. Ganz zu recht wurde hier nach dem Sinn dieser aberwitzigen Rekordjagd gefragt. Zugegeben, mit einer Endgeschwindigkeit jenseits der 400 km/h fährt das Prestige-Projekt von VW in eine neue, bislang unerreichte Dimension. Doch einen praktischen Sinn hat der über 1.000 PS starke Veyron damit nicht. Es geht eben vor allem um die Machbarkeit, also darum, einen luxuriösen Extremsportler mit Straßenzulassung zu bauen, der auch in einem Formel-1-Rennen bestehen könnte. Und um den damit einhergehenden, extremen Anforderungen gerecht zu werden, musste einiges an komplizierter Fahrzeugtechnologie eigens für den Veyron entwickelt werden. Jetzt, kurz vor dem ,Markt"-Start des Boliden, veröffentlicht Bugatti mehr und mehr Details dieser besonders aufwendigen Entwicklung. Neben den Hightech-Bremsen ist unter anderem die ausgeklügelte Aerodynamik ein zentrales Thema. Denn hier bedarf es einiger besonderer Kniffe, damit der Veyron nicht doch irgendwann einmal abhebt. Deshalb hat Bugatti ein komplexes Regelwerk aerodynamischer Assistenzsysteme entwickelt.

Drei geschwindigkeitsabhängige Niveaus
Herzstück des Regelwerks ist ein Computer gesteuertes zentrales Hydrauliksystem. Es reguliert die Bodenfreiheit des Allradlers zur Straße, wobei drei geschwindigkeitsabhängige Niveaus vorgesehen sind. Zur Erhöhung der Abtriebskräfte vorne ist im Unterboden auf beiden Seiten jeweils eine Diffusorklappe installiert. Beide Klappen öffnen und schließen mit Hilfe von zwei Hydraulikzylindern. Die Abtriebskräfte hinten werden durch Diffusoren im Unterboden und über einen Heckflügel reguliert.

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