Geschmeidiges Tuning für einen wunderschönen Sportwagen

Elegantes noch eleganter machen? Und Schönes noch schöner? Die Leonberger Edelschmiede Gemballa legte behutsame Hände an den Carrera 911 Modell 997. Heraus kommt der Gemballa GT 3.8 L: Eine Schönheit im kleinen Schwarzen mit mächtig Bumms unterm Bürzel.

Wunderschöne Nase
Mit der von Gemballa entworfenen Kombination aus neuer Frontschürze und anderer Motorhaube wirkt der GT 3.8 L dynamischer als das Serienpendant. Die Sicke in der Haube dient der besseren Luftführung und erhöht so den Abtrieb. Dem gleichen Ziel unterworfen ist die Frontschürze. Besonders auffällig: Die größeren Luftöffnungen.

Elegantes Profil
Von der Seite betrachtet fallen der hübsche Bürzel in Form des zusätzlichen Heckspoilers und die Seitenschweller mit Luftkanal ins Auge. Das Doppelfeder-Gewindefahrwerk legt die schwarze Schönheit auf Wunsch etwas tiefer und die großen 19-Zöller in Mehrspeichen-Optik füllen die Radhäuser vorbildlich aus.

Was für ein Hinterteil
Kam der 911 Carrera 996 noch mit einem zierlichen Po daher, hat sich die aktuelle Modellreihe wieder auf alte Tugenden besonnen: Eine schmale Taille gefolgt von einem breiten Hinterteil. Sich dessen bewusst, ändert Gemballa nichts am eigentlichen Erscheinungsbild. Nur ein neu entwickelter Heckspoiler ziert das knackige Heck und setzt dem eleganten Sportler ein Sahnehäubchen auf. Das Power-Kit mit vier Endrohren und vorgeschaltetem Komplett-Auspuffsystem besiegelt optisch und akustisch die Gemballa-Herkunft.

Unterm schönen Kleid
Dem dezentem Tuning oben folgen technische Finessen unten. Zu den serienmäßigen 355 Pferdestärken gesellen sich nach der Gemballa-Kur weitere 23 muntere Zossen – erzielt durch das Power-Kit. Mit den jetzt zur Verfügung stehenden 378 PS beschleunigt der GT 3.8 L einen Tick schneller als die Serie und erreicht die Marke von 100 km/h in 4,7 Sekunden – Topspeed 295 km/h. Mit fünf Sekunden auf Tempo 100 und einer Spitze von 285 km/h ist aber auch der Serien-911er kein langsames Fahrzeug.

Der Arbeitsplatz des Piloten
Um den Spaß beim Schalten noch zu erhöhen, hat Gemballa seinem jüngsten Kind eine Schaltwegverkürzung spendiert. Sie verkürzt die Wege beim Gangwechsel um 40 Prozent und soll das Schalten noch schneller und knackiger machen. Ein Sportlenkrad und Alu-Fußpedale werten den Innenraum optisch auf.

Schlichte Eleganz kostet
Die Umbenennung des Porsche Carrera 911 in GT 3.8 L hat ihren Preis. Wer seine Mitmenschen mit einem anderen Namen verwirren möchte und seinem Serien-Gefährt etwas Besonderes gönnen will, muss für einen Komplett-Umbau 46.400 Euro auf den Tisch des Hauses legen – Montagearbeiten inklusive. Allein für das Power-Kit mit seinen 23 Zusatz-PS werden 6.380 Euro fällig.
(jk)

Bildergalerie: Dezent, schwarz, schön