Das Erstlingswerk der italienischen Design-Schmiede ist ein 420-PS-Boxster

Italiener bauen nicht nur von vornherein schöne Autos, es gibt dort auch eine vitale und attraktive Tradition des späteren Veredelns. Ein bekannter Name dieser Szene ist die Firma Stola. Alfredo Stola, Mitglied der Gründerfamilie, hat die Firma im Frühjahr 2004 verlassen und mit Studiotorino am 1. Januar 2005 seine eigene Design-Schmiede gegründet. Das Erstlingswerk von Alfredo Stola und Studiotorino ist ein Porsche Boxster-Derivat und hört auf den Namen RK Spyder. Während Studiotoriono die Optik überarbeitet hat, steuerte Poltrona Frau die Lederausstattung des Innenraums bei. Der deutsche Porsche-Tuner Ruf lieferte zudem ein beeindruckendes Leistungskit. Zunächst entstanden aus diesen Zutaten die beiden Prototypen 1/2 und 2/2. Maximal 47 weitere RK Spyder sollen noch folgen.

Optik von Stola
Zunächst hat Studiotorino völlig neuen Front- sowie Heckschürze und neue Seitenschweller an den RK Spyder gebaut. Danach wurde die Karosserie mit schwarzem Lack verschönert. Ein Lack übrigens, der mit besonderen Reflektions-Effekten beeindrucken soll. Zusätzlich wurde eine zweite Farbe auf die hinteren Koflügel aufgetragen. Auffällig sind außerdem die gegenüber den Serien-Boxster abgesenkte Frontscheibe und die flachen Seitenfenster.

Edles aus Alu
Drei kleine Hingucker sind das dritte Bremslicht zwischen den Kopfstützen der Sitze sowie der Tankdeckel und die Endschalldämpfer der Auspuffanlage. Alle drei Teile bestehen aus gebürstetem Alu. Ein weiterer Augenschmaus sind die dreiteiligen Fünfspeichen-Alufelgen der Firma Toora mit 19 Zoll Durchmesser. Sie wurden mit den Sportreifen Carat Exelero von Fulda bestückt. Die Alufelgen geben übrigens den Blick frei auf die Bremsanlage von Brembo, vorne mit 332er-Scheiben, hinten mit 328 Millimeter großen Bremsscheiben.

Leder von Poltrona Frau
Der Innenraum wurde mit viel edler Tierhaut vom Leder-Spezialisten Poltrona Frau aufgewertet. Und übrigens: Ja, die heißen wirklich so! Die Sportsitze mit einer Karbon-Schalung wurden mit Sonnenlicht reflektierendem Leder bezogen. Die Wand hinter den Sitzen wurde zusätzlich mit schwarzem Leder im Diamanten-Design geschmückt. Schließlich wurde der Fußraum mit Brems- und Kupplungspedal aus Aluminium auf Sportlichkeit getrimmt.

Ruf-Power bringt bis zu 420 PS
Neben dieser optischen Aufwertung kann sich der Kunde auch verschiedene Leistungskits bestellen. Sie stammen allesamt vom deutschen Porsche-Spezialisten Ruf. Der 3,8-Liter-Sechszylinder leistet mit dem Kompressor-Kit von Ruf bis zu 420 PS und 450 Newtonmeter Drehmoment bei 5.500 Umdrehungen. Damit soll der RK Spyder in nur 4,5 Sekunden auf Tempo 100 spurten. Noch beeindruckender ist der Spurt auf 200 km/h in lediglich 13,8 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Studiotorino mit völlig ausreichenden 285 km/h an.

Exklusiv und teuer
Bereits Anfang Juli 2005 sollen die beiden Prototypen fertig sein und für die Straße zugelassen werden. Interessenten können sich also bald bei Studiotorino für eine Probefahrt anmelden. Doch wer sich ernshaft für einen RK Spyder interessiert, muss einiges auf dem Konto haben: In der starken 420-PS-Version dürfte das Boxster-Derivat nach Aussage von Maria Paola Stola rund 270.000 Euro kosten.
(mh)

Bildergalerie: Studiotorino RK Spyder