Karosseriestruktur und Rückhaltesysteme verbessert

Für die neue A-Klasse, die im Herbst 2004 auf den Markt kommt, hat Mercedes das Konzept des kleinsten Sternträgers weiterentwickelt und im Detail verbessert. Bei der Entwicklung wurde versucht, auch für Gegenverkehrs-Kollisionen mit größeren Limousinen Vorkehrungen zu treffen. Die von Mercedes durchgeführten Fahrzeug-Fahrzeug-Crashtests zeigten, dass die Insassen der A-Klasse gut geschützt sind, erklärt der Stuttgarter Hersteller.

Motor und Getriebe gleiten nach unten weg
Sowohl bei der alten wie bei der neuen A-Klasse verschieben sich Motor und Getriebe bei einem Frontalaufprall nicht in den Innenraum, sondern können nach unten abgleiten. Beim Frontalaufprall werden die Kräfte über stabile Längsträger verteilt.

Größere Knautschzone
So steht im Vorderwagen eine größere effektive Knautschzone zur Verfügung als normal. Durch seitliche Längsträger, steife Querprofile und einen verstärkten Mitteltunnel unterscheidet sich die Bodenstruktur der neuen A-Klasse vom Vorgänger. Die Fahrgastzelle bleibt deshalb weitgehend unbeschädigt. Auch im Heck stehen größere Aufprallzonen zur Verfügung.

Gurt- und Airbagsystem weiter verbessert
Außerdem hat Mercedes Gurte und Airbags verbessert. So gibt es bei der A-Klasse nun adaptive, zweistufige Frontairbags, Gurtstraffer vorn und an den äußeren Fondsitzplätzen, adaptive Gurtkraftbegrenzer und neu entwickelte Kopf-Brust-Seitenairbags anstelle der bisherigen normalen Seitenairbags. Ein Novum ist auch die Gurtstatus-Anzeige im Kombiinstrument; sie informiert den Autofahrer, ob die Fondpassagiere angeschnallt sind.

Crashversuch A-Klasse - S-Klasse
Um sicherzustellen, dass bei einer Kollision zweier Personenwagen unterschiedlicher Größe nicht der Kleinere auf der Strecke bleibt, sollte die Aufprallwucht gleichmäßig auf beide Unfallgegner übertragen werden. Die neue A-Klasse hat solche Fahrzeug-Fahrzeug-Crashtests, die mit einer relativen Aufprallgeschwindigkeit von 100 km/h durchgeführt werden, absolviert und bestanden.

S-Klasse hilft der A-Klasse
Beim frontalen Offset-Zusammenstoß mit einer Mercedes S-Klasse werden die kompatiblen Deformationszonen beider Fahrzeuge gezielt aktiviert. Dabei baut die Vorbaustruktur der S-Klasse auch Aufprallenergie für die A-Klasse ab und verringert damit die Belastungen der Insassen des Kompaktwagens, so Mercedes.
(sl)

Klein, aber sicher