Toyotas erster Supersportler ist heute bis zu 300.000 Euro wert

Die Silvretta Hochalpenstraße in Österreich diente vom 8. bis 11. Juli 2004 wieder einmal als Kulisse für betagte Sportwagenklassiker. Am sportlichen Schaulaufen der Silvretta Classic Rallye Montafon 2004 nahmen insgesamt 160 Fahrzeuge teil. Mit von der Partie: ein fast 40 Jahre alter Toyota GT 2000. Der Nippon-Sportler mit optischen Anleihen an den Ferrari GTO und Jaguar E-Type demonstrierte trotz seiner fast 40 Jahre auf dem Alpen-Kurs seine Fitness.

Japans erster Supersportwagen
Auf der 12. Tokyo Motorshow 1965 feierte der 2000 GT seine Premiere. Es handelte sich um Japans ersten Supersportwagen für die Straße. Das Coupé verband Eleganz, moderne Technik und gute Fahrleistungen. Sein 150 PS starker Zweililter-Reihen-Sechszylinder mit Fünfgang-Schaltgetriebe beschleunigte den GT in zehn Sekunden auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit lag bei 210 km/h. Damit katapultierte sich der 2000 GT auf Augenhöhe mit der Sportwagenelite seiner Zeit.

Rarität mit hohem Wertzuwachs
Der Serienbau des GT 2000 startete zwei Jahre nach der Tokyo-Premiere. In der Produktionszeit von 1967 bis 1970 entstanden lediglich 351 Exemplare. Der Erfolg des 2000 GT lag also weniger im kommerziellen Bereich. Er sammelte Ruhm auf Rennstrecken, im Film und wurde der erste Imageträger Toyotas und Botschafter der japanischen Autoindustrie. Rüstig und rennfähig zählt der Toyota 2000 GT nunmehr zu den exklusivsten Oldtimern der Welt. Ein 2000 GT im Top-Zustand kann derzeit bis zu 300.000 Euro kosten. Als Neuwagen kostete der GT etwa 20.000 D-Mark.
(mh)

Ein Hauch Ferrari