Außen nur sehr dezente Änderungen, innen mehr Modifikationen

Die zweite Generation des Mazda 6 kommt derzeit zu den Händlern. Das Mittelklasssemodell erhält überarbeitete Motoren, einen Diesel-Partikelfilter, zwei neue Getriebe und ein dezentes Facelift. Von den Maßnahmen sind alle drei Karosserieversionen betroffen – die Stufenhecklimousine, die Schrägheckvariante Mazda 6 Sport und der Kombi.

Außen nur geringfügige Änderungen
Die Änderungen an der Außenhaut beschränkten sich auf einige subtile Modifikationen. Dazu zählen ein tiefer ausgeschnittener und flacher stehender Kühlergrill mit waben- statt rautenartigem Gittermuster, dunkel getönte Scheinwerfergehäuse und Rückleuchtengläser sowie modifizierte Front- und Heckschürzen. Hinzu kommen neu gestylte Leichtmetallfelgen in den Größen 16, 17 und (optional für den 2,3-Liter-Benziner) 18 Zoll.

Neue Interieur-Materialien
Die Modifikationen im Innenraum fallen augenfälliger aus. Es gibt neue Oberflächenmaterialien und üppiger gepolsterte Armauflagen in den Türen sowie eine neu geordnete Mittelkonsole und ein neues, mit Klavierlack überzogenes Radio-Bedienteil. Die vertikalen Haltegriffe auf der Beifahrerseite und in den hinteren Türen sollen das Einsteigen erleichtern und Halt in stürmisch gefahrenen Kurven bieten. Wie bisher schon lässt sich die Rücksitzbank beim Schrägheckmodell und beim Kombi geteilt umklappen. Dazu reicht das Ziehen eines Hebels in jeder der beiden Kofferraumseitenwände.

Stärkere Motoren
Alle fünf Motoren wurden überarbeitet. Es sind zwei Versionen eines 2,0-Liter-Diesels sowie drei Vierventil-Benziner mit 1,8, 2,0 und 2,3 Litern Hubraum. Alle bieten entweder gleich viel oder sogar mehr Leistung als die Vorgänger-Aggregate – bei niedrigerem Verbrauch. Beide Zweiliter-Turbodiesel erfüllen die Euro-4-Abgasnorm und werden mit einem Diesel-Partikelfilter ausgestattet. Die Basisversion leistet wie bisher 121 PS. Die stärkere Variante bringt es auf 143 statt bisher 136 PS. Beide verbrauchen laut Hersteller nun 6,0 statt 6,5 Liter auf 100 Kilometer.

2,0-Liter-Benziner stärker und sparsamer
Der 1,8-Liter-Basismotor blieb bis auf eine elektronische Drosselklappe (E-Gas) unverändert. Das 2,0-Liter-Aggregat leistet nun mit 147 PS sechs Pferdestärken mehr. Eine variable Ansauganlage und eine gleichfalls variable Steuerung der Einlassventile sorgen dafür, dass über den gesamten Drehzahlbereich genügend Durchzugskraft bereit steht. E-Gas und ein zweiflutiger Endschalldämpfer wirken sich zusätzlich positiv auf die Leistungsentfaltung aus. Top-Motorisierung bleibt der 2,3 Liter große Vierzylinder, dessen Leistung mit 166 PS unverändert bleibt.

Mehr Gänge
Außerdem halten zwei neu entwickelte Getriebe Einzug. Waren bisher alle Modelle mit einer Fünfgang-Schaltung ausgerüstet, so sind nun sechs Gänge Standard. Nur der 1,8-Liter-Ottomotor behält seine Fünfstufen-Box. Alternativ steht für die Varianten mit 2,0- und 2,3-Liter-Ottomotor eine Fünfstufen-Automatik zur Wahl. Sie ersetzt den früheren Selbstschalter mit nur vier Stufen.

Umfangreiche Serienausstattung
Die Ausstattung für Deutschland wird in den nächsten Tagen festgelegt. Je nach Verkaufsland zählen eine manuelle Klimaanlage, eine axial und vertikal einstellbare Lenksäule, elektrische Fensterheber an allen vier Türen, ein CD-Radio mit vier Lautsprechern, Zentralverriegelung samt Fernbedienung sowie sechs Airbags zur Grundausstattung. Ein ESP samt Traktionskontrolle und Bremsassistent sind je nach Markt Standard oder optional erhältlich.

Schlüsselloses Zugangssystem gegen Aufpreis
Bei den höheren Ausstattungen sind eine Klimaautomatik, Bordcomputer, Lederbezug für Lenkrad und Schaltknauf sowie ein Tempomat verfügbar, wie auch ein Bose-Soundsystem mit sieben Lautsprechern und CD-Wechsler, Sitzheizung, Xenon-Scheinwerfer und halbschalenförmig ausgebildete Vordersitze. Zusätzlich erhältlich sind ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, elektrisch einstellbare Ledersitze mit Memory-Funktion, ein elektrisches Schiebedach, ein DVD-Navigationssystem, Nebelscheinwerfer, eine Fahrlichtautomatik und eine Scheibenwischerautomatik. Die Benzinerversion ist bereits im Handel, die Diesel folgen im Herbst 2005, und die Sportversion MPS erst im Jahr 2006. Die Preise werden demnächst bekannt gegeben. Bisher lag der Einstiegspreis bei 20.350 Euro.
(sl)

Nase geputzt: Mazda 6