Kfz-Verband: ,Mehrheit akzeptiert Probefahrt-Kosten"

Der Verband des Kraftfahrzeug-Gewerbes will den Autohändlern in Zukunft empfehlen, größere Probefahrten kostenpflichtig zu gestalten. Wie diese Absicht bei den Autofahrern ankommt, zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa vom Juli 2004. Danach finden Kosten für ausgedehnte Probefahrten jetzt überraschenderweise mehrheitlich Zustimmung. 54 Prozent der Autofahrer akzeptierten das Vorhaben, so der Kfz-Verband.

Meinung geändert
Bei einer ersten Umfrage im Mai hatten lediglich 25 Prozent zugestimmt, sagte Helmut Blümer, Sprecher des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes. Die Veränderung des Meinungsbildes sei ein Ergebnis der umfangreichen Verbraucherinformationen. Blümer sagte ferner, überraschend hoch sei mit 65 Prozent die Akzeptanz bei den Autofahrern unter 30 Jahren. Die älteren Befragten über 60 Jahre hingegen hätten nur mit 45 Prozent zugestimmt, Probefahrten kostenpflichtig zu machen und diese Kosten beim Autokauf im Fachhandel zu erstatten.

Fast 70 Prozent nutzen Probefahrten
Probefahrten werden nach den Umfrageergebnissen von fast 70 Prozent der Autofahrer als Informationsquelle genutzt. Gespräche mit dem Vertragshändler stünden mit 84 Prozent an erster Stelle, auf Rang drei seien die Testberichte von Zeitungen und Zeitschriften. Für Probefahrten hält der Fachhandel tagtäglich rund 100.000 Fahrzeuge im Wert zwischen zwei und drei Milliarden Euro vor, so der Sprecher.
(sl)