Puristischer Roadster wird eingestellt, Nachfolger steht in den Startlöchern

Nach knapp fünfjähriger Bauzeit lief am 21. Juli 2005 das letzte Exemplar des Opel Speedster vom Band. Insgesamt wurden seit September 2000 knapp 7.000 Einheiten gebaut. Trotz der relativ bescheidenen Stückzahl ist der puristische Roadster ein Meilenstein der Opel-Geschichte: Der Mittelmotor-Roadster konnte mit seiner sportlich-puristischen Auslegung und einem aufregenden Design das leicht angestaubte Opel-Image aufpolieren.

Elise-Derivat mit Opel-Motoren
Beim Speedster handelte es sich jedoch nicht um einen reinrassigen Rüsselsheimer. Die Flunder wurde bei Lotus in England gebaut und ist technisch ein enger Verwandter der Elise. Dafür wurde der Speedster immerhin von Opel-Motoren angetrieben. Als der rund 850 Kilogramm leichte Speedster Anfang 2001 auf den Markt kam, sorgte zunächst ein 2,2-Liter-Vierzylinder-Motor aus Aluminium für Vortrieb. Das Vierventil-Aggregat leistete 147 PS, ermöglichte eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h und eine Beschleunigung von null auf Tempo 100 in weniger als sechs Sekunden. Im Frühjahr 2003 trat der Speedster Turbo mit einem 200 PS starken 2,0-Liter-Vierzylinder und phänomenalen Fahrleistungen an: 4,9 Sekunden von null auf 100 km/h, Topspeed 243 km/h.

Gebrauchte ab 15.000 Euro
Den Speedster 2.0 Turbo ist zunächst noch als Neuwagen für stolze 36.865 Euro zu haben. Auf dem Gebrauchtmarkt beginnen die Preise für die 200-PS-Version ab 23.000 Euro. Gebrauchte Exemplare mit dem 147 PS starken 2,2-Liter-Benzinmotor sind in Deutschland ab 15.000 Euro zu haben.

Neuer Roadster kommt 2006
Eigentlich gibt es keinen Grund, dem sportlichen Zweisitzer mit dem Blitz-Emblem nachzutrauern: Ein Nachfolger soll bereits 2006 kommen. Der von der GM-Tochter Saturn im Januar 2005 vorgestellte Roadster Sky gab bereits einen konkreten Ausblick auf einen zweisitzigen, offenen Mittelmotor-Sportwagen von Opel. Offiziell gibt es aus Rüsselsheim noch keine Aussage darüber, ob das kommende Modell wieder Speedster heißen wird oder unter dem Kürzel GT erscheinen wird.
(mh)

Bildergalerie: Opel Speedster am Ende