Eine Spezialität des Tuners ist der speziell für den Mini entwickelte Ladeluftkühler

Autos sind schon lange nicht mehr Transportmittel allein. Auch Individualität und Image spielen eine wichtige Rolle. Dieser Trend kommt den Fahrzeugtunern zugute. Wer dabei nicht nur Showeffekte erzielen möchte, kann sich durch eine Motoroptimierung aus der Masse hervorheben. So bietet der Tuner RMS aus Kössen in Tirol verschiedene Tuningmaßnahmen für den Mini an.

Softwareoptimierung für den Diesel-Mini
Selbst ein Mini One D mit 75 PS Serienleistung lässt sich durch Softwareoptimierung deutlich stärker machen: Nach dem Tuning hat er 99 PS. Für diese Maßnahme werden einige Hundert Euro fällig.

Kompressortricks: Von 170 auf 225 PS
Doch die eigentliche Spezialität des Kössener Tuners sind technische Tricksereien am Kompressor, den nur der Cooper S besitzt. Für Besitzer des Mini-Topmodells sind statt der serienmäßigen 170 Pferdestärken auch 225 PS möglich. Dabei kommt ein eigens für den Mini entwickelter Ladeluftkühler zu Einsatz. Mit einem separaten Kühlkreislauf sorgt das Aggregat für eine niedrige Temperatur der Kompressor-Ladeluft und damit für eine verbesserte Motorcharakteristik. Positiver Nebeneffekt: Auch bei hohen Außentemperaturen ist kein Leistungsabfall des Motors mehr feststellbar. Außerdem wird die Kompressorübersetzung geändert, wodurch sich die Kompression erhöht. Eine dritte Maßnahme ist eine angepasste Motorsoftware. Diese Maßnahmen kann man sich laut RMS problemlos beim TÜV eintragen lassen.

270 PS durch extremen Motorumbau möglich
Aber es geht noch extremer: Die stärkste Variante bringt rund 270 PS Leistung. Dazu werden eine Sportnockenwelle, ein spezieller Krümmer mit Sportkatalysator und ein veränderter Ölkühler eingebaut. Hinzu kommen noch ein veränderter Zylinderkopf und ein Sportkompressor. Umgerüstet spurtet das Auto in 5,3 Sekunden von null auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h erreicht. Diese gesamten Umbauten sind mit etwa 13.000 Euro zu veranschlagen.

Genehmigung möglich
Auch dieser umfassende Motorumbau ist genehmigungsfähig. Für den geänderten Zylinderkopf sowie den Sportkompressor jedoch ist nach Auskunft von RMS in der Regel eine Einzelabnahme des TÜV erforderlich, für die etwa 5.000 bis 6.000 Euro fällig werden. Zusätzlich bietet RMS auch noch optische Tuningmaßnahmen an. So wie das Fahrzeug auf unseren Bildern zu sehen ist, kostet es rund 35.000 Euro.
(sl)

Bildergalerie: Kompressortricks