Wer mit abgelaufenem Saisonkennzeichen fährt, riskiert drei Punkte

Wer sein Motorrad, Cabrio oder auch jedes andere Fahrzeug nicht das ganze Jahr über fahren möchte, kann mit einem Saisonkennzeichen Zeit und Geld sparen. Mit diesem Spezialkennzeichen wird das Fahrzeug nur für einige Monate im Jahr angemeldet. Dafür zahlt man entsprechend weniger Steuer und Versicherung und kann auf den alljährlichen lästigen Gang zur Zulassungsstelle verzichten. Hier haben wir nützliche Tipps des Automobilclubs ADAC für Sie zusammengestellt.

Keine Fahrt mit abgelaufenem Saisonkennzeichen
Wer mit einem abgelaufenen Saisonkennzeichen fährt, verstößt gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Auch Probe- oder Überführungsfahrten dürfen nicht gemacht werden. Sonst droht ein Bußgeld von 50 Euro und außerdem gibt es drei Punkte in Flensburg. Dabei muss der Inhaber des Kennzeichens noch nicht einmal selbst fahren, es genügt, wenn er jemand anderem die Fahrt ermöglicht.

Bei Unfällen wirds unangenehm
Kommt es bei einer Fahrt mit abgelaufenem Kennzeichen zu einem Unfall, bei dem Personen- oder Sachschaden entsteht, haftet der Fahrer mit seinem gesamten Vermögen. Auch hier muss der Kennzeicheninhaber nicht einmal selbst fahren. Es genügt, wenn er einem anderen die Fahrt ermöglicht. Stehen außerhalb des Zulassungszeitraums Fahrten zur Werkstatt oder die TÜV-Untersuchung an, sind diese im ersten Monat der nächsten Zulassungsperiode durchzuführen.

Auch Parken kann teuer werden
Selbst das Abstellen auf öffentlichen Straßen und Plätzen kann 40 Euro Geldbuße und drei Punkte in Flensburg kosten. Außerdem kann das Fahrzeug kostenpflichtig abgeschleppt werden. Im öffentlichen Verkehrsraum dürfen nur ordnungsgemäß zugelassene und versicherte Fahrzeuge abgestellt werden. Öffentlicher Parkraum ist auch der allen zugängliche Parkplatz einer Wohnanlage. Und selbst wenn ein Stellplatz im Parkhaus gemietet wird, kann im Mietvertrag stehen, dass dort nur zugelassene Fahrzeuge abgestellt werden dürfen.

Für welchen Zeitraum?
Vor der Beantragung eines Saisonkennzeichens ist genau zu prüfen, ob es sich finanziell wirklich lohnt und für welchen Zeitraum das Fahrzeug zugelassen sein soll. Muss beispielsweise für die zulassungsfreie Zeit ein teurer Stellplatz angemietet werden, wird die Kosteneinsparung für die jährliche An- und Abmeldung schnell aufgezehrt.