Mit drei Benzinern und starkem Diesel Richtung Europa

Dodge zeigt Präsenz. Auf der IAA vom 15. bis 25. September 2005 zeigen die Amerikaner mit dem Caliber einen bestätigten Direktangriff auf den europäischen Automarkt. Unter anderem soll das neue Modelle mit vier kräftigen Benzinern und einem starken Diesel trumpfen.

Angriff auf europäische Autobauer
Die Marke Dodge soll in naher Zukunft auch auf Märkten außerhalb der USA erfolgreich sein. In ihrer Heimat verkauft die Chrysler-Tochter derzeit in hohen Stückzahlen Fahrzeuge ihrer zwölf Baureihen. Hierzulande wurden hingegen seit Ende 2003 nur eine Hand voll Viper in den Markt gebracht. Doch bereits ab 2006 will Dodge seine Marktanteile in Europa und Deutschland deutlich ausweiten. Mit den aktuellen Modellen dürfte dieses Vorhaben jedoch schwer werden. Also müssen neue Konzepte und Designs für den europäischen Auto-Gaumen her. Mit der Studie Caliber, deren Umsetzung in die Serie beschlossene Sache ist, gibt es einen Vorgeschmack auf kommende Dinge.

Neuer Golf-Konkurrent
Beim Caliber handelt es sich um einen 4,14 Meter langen, kompakten Fünftürer. Zwar wird der Caliber immer noch als Studie vorgestellt, doch wirkt das Fahrzeug bereits überaus serienreif. Das wohl bald schon marktreife Modell dürfte sich im C-Segment etablieren. Die Golfklasse wird also einen weiteren Mitstreiter in ihrer Mitte begrüßen dürfen. Der Caliber vermittelt mit seiner wuchtigen Front, dem riesigen Kühlergrill mit dem großen Dodge-Kreuz eine kraftvolle und eigenständigen Eindruck. Auffällig sind die großen Scheinwerfereinheiten hinter Klarglasabdeckung und die Farbe in Sunburst-Orange. Weit ausgestellte Radkästen und die 19-Zoll-Leichtmetallfelgen verleihen der Studie einen muskulösen Auftritt.

Vier Motoren zur Wahl
Der Bau des Dodge Caliber ist beschlossene Sache und auch die Motoren stehen bereits fest. Drei Benzin-Aggregate und ein Selbstzünder werden beim Caliber für Vortrieb sorgen. Die Ottomotoren haben 1,8, 2,0 und 2,4 Liter Hubraum und leisten 140, 150 und 170 PS. Besonderes Augenmerk sollte allerdings auf dem 2,0-Liter-Turbodiesel liegen. Der Selbstzünder leistet 136 PS, mobilisiert 310 Newtonmeter und wird mit 2.000 bar Einspritzdruck mit Kraftstoff versorgt.

Stufenloses Getriebe
Der Caliber wird über ein neu entwickeltes stufenloses Getriebe verfügen. Dieses ermöglicht mit dem ständigen, stufenlosen Wechsel der Getriebeübersetzung eine unendliche Anzahl an Übersetzungsverhältnissen. Dies soll dem Motor erlauben, in seinem effizientesten Drehzahlbereich zu laufen. Das Getriebe arbeitet mit zwei V-Riemenscheiben und einem Stahl-Schubband und soll im Gegensatz zu bisherigen Getrieben dieser Art sechs bis acht Prozent Kraftstoff sparen, so Chrysler.

Preislich und terminlich offen
In nicht allzu ferner Zukunft dürfen sich die deutschen Autokunden über eine neue Marke und einen kompakten sowie schicken Fünftürer freuen. Bezüglich eines Preises und des genauen Termins für den Caliber schweigt sich Dodge jedoch noch aus.
(jk)

IAA: Dodge Caliber