Neues Modell bietet mehr Platz und PS

Ferrari präsentiert mit dem 612 Scaglietti eine Symbiose aus modernem Sportwagen-Gefühl und historischer Ingenieurskunst. Denn mit dem Namen Scaglietti stehen einige der schönsten Ferrari-Formen in enger Verbindung.

Legendärer Name
Bereits in der zweiten Hälfte der fünfziger Jahre entwarf der Italiener Sergio Scaglietti so berühmte Formen wie die des 250 GT Berlinetta Competizione und des 250 GT California. Dabei kreierte er seine Formen stets aus Aluminium, dem Werkstoff, aus dem auch die Karosserie des neuen Modells besteht.

Größer und leichter
Der 612 Scaglietti vereint sportliche Formen und typische Ferrari-Leistung mit dem Komfort einer modernen Oberklasse-Limousine. Der Nachfolger des 456M hat etwas größere Abmessungen und bietet dadurch mehr Platz für die Insassen. Dagegen wurde beim Gewicht weiter eingespart: 60 Kilogramm wiegt das neue Modell weniger als sein Vorgänger.

Steifer und leistungsfähiger Werkstoff
Zum erstenmal setzt Ferrari die Aluminium-Leichtbauweise bei einem Zwölfzylinder ein. Dadurch wurde bei geringerem Gewicht eine um 60% höhere Verwindungssteifigkeit erreicht. Die Aluminium-Konstruktion soll auch die Fahreigenschaften verbessern, bei gleichzeitig höchstmöglichem Insassenschutz im Fall eines Aufpralls.

Optimale Gewichtsverteilung
Das Triebwerk des 612 ist hinter der Frontachse so tief wie möglich angeordnet. Zusammen mit der Getriebe-Differential-Einheit im Heck sorgt diese Anordnung dafür, dass der Schwerpunkt so weit hinten und so tief wie möglich liegt. Dadurch werden die Fahr- und Bremseigenschaften verbessert. Das Gewicht des komfortablen Sportlers liegt zu 46 Prozent auf der Vorderachse und zu 54 Prozent auf der Hinterachse. Diese nahezu ausgeglichene Verteilung sorgt zusammen mit aktiven Stoßdämpfern und dem Stabilitäts- und Traktionssystem CST für ein sportliches und sicheres Handling.

Manuell oder Formel-1-mäßig schalten
Die Bezeichnung 612 setzt sich zusammen aus dem Hubraum mit (fast) sechs Litern und der Anzahl der Zylinder. Das genau 5748 Kubikzentimeter Hubraum fassende Triebwerk leistet 540 PS und damit 25 PS mehr als der Vorgänger 456M. Bei der Schaltung kann gewählt werden: Entweder "old school" mit manueller Sechsgang-Schaltung oder Formel-1-mäßig mit elektrohydraulischer Automatik, die am Lenkrad bedient wird.

Historischer Geist und zeitgemäßer Komfort
Der von Pininfarina gestaltete 612 soll im Design an den 375 MM von 1954 erinnern, den der Turiner Design-Guru für Rossellini entwarf und der schon Ingrid Bergman entzückte. Der Geist des Klassikers soll zusammen mit dem Komfort eines modernen Automobils für Faszination und Anziehungskraft stehen. Für den nötigen Komfort sorgen nicht zuletzt die größeren Abmessungen, die den Passagieren im Fond mehr Bein- und Kopffreiheit bescheren. Außerdem stieg das Kofferraumvolumen um 25 Prozent auf 240 Liter – genug Platz für das fünfteilige Ferrari-Kofferset oder zwei Golfbags.

Gestaltung nach persönlichen Wünschen
Das Komfort-Level im Innenraum wird durch einige Schmankerl erhöht: Eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik schafft angenehme Temperaturen, während sich das speziell für den Ferrari angefertigte Sound-System von Bose für die musikalische Untermalung des Ferrari-Gefühls kümmert. Um stets die Kontrolle zu behalten, sind viele Bedienelemente am Lenkrad platziert. Das Interieur in Aluminium und Leder kann auf Anfrage nach speziellen Wünschen gestaltet werden.
(gh)

Ferrari 612 Scaglietti