Außerdem SLR McLaren in Tokio zu sehen

Auf der 37. Tokio Motor Show von 25. Oktober bis 5. November 2003 gibt Mercedes mit dem Forschungsfahrzeug F 500 Mind einen Ausblick auf die Automobiltechnik von morgen. Mit dem Technologieträger wollen die Fachleute neuartige Systeme erstmals in der Praxis untersuchen und ihren Weg in die Serienentwicklung vorbereiten.

Mehr Beinfreiheit durch elektronische Pedale
Die fünftürige Schrägheck-Limousine besitzt ein variables Türkonzept mit zwei verschiedenen Öffnungsmöglichkeiten. Bei einer Karosserielänge von 5,09 und einem Radstand von 2,97 Metern bietet der F 500 Mind im Fond deutlich mehr Beinfreiheit als heutige Limousinen dieser Fahrzeugklasse, so Mercedes. Möglich machen es neuartige elektronische Pedale für Gas und Bremse, die weniger Platz beanspruchen als herkömmliche, mechanische Pedaltechnik.

Frei programmierbares Display
Im Inneren findet sich ein Multivision-Display, das dem Autofahrer mehr Informationen bieten und ihn gleichzeitig entlasten soll. Die Zeigerinstrumente und Displays des Kombi-Instruments sind frei programmierbar. Die Informationen lassen sich mithilfe eines halbdurchlässigen Spiegels optisch überlagern und so miteinander kombinieren. Eine weiterentwickelte Sprachbedienung bietet zusätzlichen Bedienkomfort. Ein auf Ultraschalltechnik basierendes Fahrer-Informationssystem ermöglicht es, dass nur der Fahrer die Hinweise des Navigationssystems, Verkehrsnachrichten und andere akustische Informationen hört - Beifahrer und Fondpassagiere werden nicht gestört.

Nachtsichtgerät für mehr Sicherheit
Bei Dunkelheit oder schlechter Sicht erscheint auf dem rechten Bildschirm des Multivision-Displays das Bild eines Nachtsichtsystems. Das System besteht aus zwei Infrarot-Laser-Scheinwerfern in der Frontpartie, deren nicht sichtbares Licht eine Reichweite von bis zu 150 Meter hat, und einer Kamera an der Frontscheibe. Der Autofahrer soll dadurch etwaige Gefahrenstellen früher als bei herkömmlichem Abblendlicht erkennen.

Hybrid-Antrieb
Als Antriebssystem arbeitet ein Diesel-Hybrid-Antrieb mit insgesamt 318 PS Leistung. Er verbraucht bis zu 20 Prozent weniger Kraftstoff als ein vergleichbarer CDI-Motor.

SLR McLaren
Der auf der Frankfurter Automesse IAA im September 2003 präsentierte Hochleistungs-Sportwagen SLR McLaren ist auch in Tokio zu sehen. Der Flügeltürer ist mit einem 626 PS starken V8-Kompressormotor ausgestattet, der den Zweisitzer in 3,8 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigt. Wie bei Formel-1-Rennwagen besteht auch beim SLR die Karosserie aus Carbonfaser-Werkstoffen. Am Heck des SLR erzeugt ein ausfahrbarer Spoiler zusätzlichen Abtrieb und wirkt als zusätzliche Luftbremse bei kräftigem Bremsen.

Weitere Exponate
Weitere Höhepunkte der Mercedes-Präsentation auf der Tokio Motor Show sind der CL 65 AMG, dessen 612 PS starker V12-Biturbo-Motor ein maximales Drehmoment von 1.000 Newtonmeter entwickelt, und die neuen Allrad-Varianten der E-Klasse.
(sl)