Peugeot kommt mit vielen interessanten Neuheiten zum Pariser Salon

Mit einem dick geschnürten Paket automobiler Neuheiten reist Peugeot vom 25. September bis zum 10. Oktober auf den Autosalon nach Paris. Auf einer Messe-Vorpremiere konnten wird die Neuheiten bereits jetzt bewundern.

907: Zweisitzer mit Zwölfzylinder
Im Mittelpunkt des Interesses stand die Studie 907, ein klassisch-modernes zweisitziges Coupé. Die Studie weckt Emotionen, vor allem, wenn man die Motorisierung näher betrachtet: Als Herz schlägt ein 500 PS starker V12-Motor mit sechs Litern Hubraum. Der längs eingebaute Frontmittelmotor überträgt seine Leistung über eine kurze Antriebswelle an ein längs vor der Hinterachse liegendes Sechsgang-Getriebe.

Tiefe Einblicke
Durch eine in die Fronthaube eingelassene Glasfläche wird der Blick auf die zwölf Ansaugtrichter frei, die auf die Musik des Motorgeräuschs schließen lassen. Windschutzscheibe und Dach bilden eine durchgehende Glasfläche, die nahtlos in die Heckscheibe übergeht. Seitliche Kiemen zieren die vorderen Kotflügel und die breiten C-Säulen, während ein ausfahrbarer Heckflügel in die Kofferraumklappe integriert ist.

Auspuff-Rohre in den Schwellern
Je zwei Auspuffendrohre sind unten links und rechts in den Türschwellern des Fahrzeugs zu erkennen, das auf 18-Zoll-Rädern mit 275er- und 345er-Michelin-Reifen rollt.

Quark: Antrieb Brennstoffzelle
Die Quad-Studie namens Quark soll den Fortschritt der Brennstoffzellentechnologie zeigen. Mit ihrem ungewöhnlichen, rassigen Hightech-Design würde man Quark eher einer Science-Fiction-Welt zuordnen. Quark wird von vier in die Räder integrierten Elektromotoren angetrieben. Das 2,38 Meter lange und 1,50 Meter breite Gefährt hat eine Reichweite von 130 Kilometern.

1007: Cleverer Kleinwagen
Der 1007 ist ein Van auf der Basis der neuen PSA-Plattform für Kleinwagen. Auf diese Plattform basiert auch der Citroën C3 und auf ihr wird der 206-Nachfolger aufsetzen. Der 1007 wartet mit einer ganzen Reihe interessanter Details auf. Dazu gehören elektrische Schiebetüren. Das so genannte ,Caméléo-Konzept" macht den Innenraum des 1007 zu einem wandlungsfähigen Zuhause: Die Sitzinnenbahnen, die Auflagen auf dem Armaturenbrett und die Tür-Innenverkleidungen können gewechselt werden – Reißverschlüsse und Klettverschlüsse machen es möglich. So können zum Beispiel verschmutzte Sitzflächen leicht ausgewechselt werden, wenn man das Auto weiterverkaufen will. Oder man gönnt sich einen farblichen Tapetenwechsel.

Drei Motoren
Für den 1007 werden ein 1,4-Liter-Benziner mit 75 PS und ein 1,6-Liter-Otto mit 109 PS angeboten. Beide werden mit dem ,2 Tronic"-Getriebe kombiniert, einem sequenziellen Schaltgetriebe, das beim C3 "Sensodrive" heißt. Der kleinere Motor wird aber auch mit einem Schaltgetriebe angeboten. Zudem ist ein 1,4-Liter-Dieselmotor mit 68 PS im Angebot. Die Preise für das Auto sollen bei etwa 13.000 Euro beginnen.

1007 RC: Profil geschärft
Die Designstudie 1007 RC soll die Einführung des 1007 begleiten und die dynamische Seite dieses Autos zeigen. Der 1007 RC wird von einem 140 PS starken 1,6-Liter-Vierventiler angetrieben. Er ist nachtschwarz lackiert und ist außerdem an einem Dachspoiler zu erkennen. Das Auto verfügt über eine Innenausstattung aus schwarzem Leder und Alcantara. Es rollt auf 18-Zoll-Rädern.

Peugeot 607: Jetzt mit V6-Diesel
Der Sechszylinder-Dieselmotor aus der Zusammenarbeit mit Ford und PSA Peugeot Citroën kommt demnächst im 607 zum Einsatz. Das neue Aggregat mit Rußpartikelfiltersystem FAP wird mit dem neuen Sechsgang-Automatikgetriebe mit sequenzieller Schaltung nach dem "Tiptronic System Porsche" angeboten. Das 204 PS starke V6-HDi-Triebwerk mit doppeltem Turbolader, 2,7 Litern Hubraum und 440 Newtonmetern Drehmoment erfüllt die Euro-4-Norm.

Leichtes Facelift
Zudem hat der 607 ein leichtes optisches Facelift bekommen: Die Front bekommt eine neue Schürze, stark vergrößerte Lufteinlässe und runde Nebelscheinwerfer mit in Chrom umrandeten Vertiefungen. Für den Einbau des neuen V6-HDi-Motors musste außerdem der vordere Überhang um 30 Millimeter verlängert und somit die Gesamtlänge des 607 auf 4,90 Meter erhöht werden. Gewachsen ist auch das Löwen-Signet an der Kühler-Nase. Überarbeitet wurden zudem auch Innenraum und Funktionsausstattung des großen Löwen.
(hd/sl)

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