Außerdem bei Peugeot auf der IAA: 407 Coupé und Studien Moovie sowie 907

Peugeot stellt den Besuchern der Frankfurter Automesse IAA (17. bis 25. September 2005) insgesamt 32 Modelle aller Baureihen sowie drei Concept-Cars vor. Die Enttäuschung: Der erhoffte 206-Nachfolger ist noch nicht zu sehen.

Sportdreirad 20Cup
Doch gibt Peugeot in Gestalt des 20Cup einen Ausblick auf den 207. Das offene, zweisitzige Dreirad mit der Optik eines Sportroadsters hat Mandelaugen, die für die Peugeot 207 Limousine übernommen werden könnten. Der 20Cup wird einstweilen als Basis für die Entwicklung einer Rennversion für die die Le Mans Endurance Series dienen. Das 3,63 Meter lange Fahrzeug basiert auf einem Monocoque aus Karbonfasern und wiegt nicht mehr als 500 Kilo. Die Konstruktion bringt viel Gewicht auf die Vorderachse, während die einrädrige Hinterachse lediglich der Führung dient. Als Antrieb fungiert ein 170 PS starker neuer Benziner, der das erste Ergebnis der Zusammenarbeit von PSA Peugeot Citroën mit BMW ist. Der noch im Prototypenstadium befindliche Motor ist ein Vierzylinder-Vierventiler mit Benzin-Direkteinspritzung und Turboaufladung.

Mitgelenktes Bild
Das sequenzielle Sechsgang-Schaltgetriebe wird über Paddles am Lenkrad betätigt. Der 20Cup läuft auf 18-Zoll-Alurädern. Ein Technik-Highlight ist der Touchscreen in der Mitte des Lenkrads: Sein Bild wird unabhängig von der Lenkradstellung immer richtig anzeigt. Das heißt, es wird je nach Einschlagwinkel immer wieder neu berechnet. Über dieses Display kann beispielsweise das Fernlicht zugeschaltet werden.

206 Sedan
Ein zweites Highlight am Peugeot-Stand ist der 206 Sedan. Mit einer Länge von 4,19 Metern ist die viertürige Stufenheckvariante des 206 um 35 Zentimeter länger als der Schrägheckler. Das Kofferraumvolumen ist deshalb mit 384 Litern um 139 Liter größer. Zwei Benzinmotoren werden angeboten: ein 1,4-Liter-Aggregat mit 75 PS und ein 1,6-Liter-Motor mit 109 PS. Da das Fahrzeug vor allem für Länder mit schlechten Straßen gedacht ist, wurde das Auto um zwei Zentimeter höher gelegt. Außerdem ist der Motor mit einem Unterbodenschutz verkleidet. Der 206 Sedan wird in zwei Ausstattungsniveaus, XR und XT, angeboten. Die viertürige Stufenhecklimousine soll im Iran montiert und ab Frühjahr 2006 nach Osteuropa und den Mittelmeerraum exportiert werden.

Serienversion des 407 Coupé
Nach dem ersten Auftritt im Frühjahr als Designstudie auf dem Genfer Autosalon ist das 407 Coupé nun als Serienmodell zu sehen. Das 4,82 Meter lange Auto hat längere Überhänge als die Limousine und wurde um etwa vier Zentimeter abgesenkt. Die Rückbank des Viersitzers lässt sich geteilt umlegen, und der Kofferraum fasst 400 Liter. Als Einstiegsmotor dient ein 2,2-Liter-Vierzylinder mit 163 PS. Die zweite Benzinvariante ist der von der Limousine her bekannte Dreiliter-V6 mit 211 PS. Außerdem gibt es den 2,7-Liter-V6-Diesel mit 204 PS und zwei Turboladern, der bisher dem 607 vorbehalten war. Alle Motorvarianten werden mit einem Sechsgang-Getriebe ausgeliefert. ESP und sieben Airbags sind für alle Modellvarianten Serie. Zu den Preisen hält sich Peugeot noch bedeckt.

907: Bildschöne Sportwagenstudie
Ebenfalls auf der IAA gezeigt wird die wunderschöne GT-Studie 907. Das Auto war bereits im Herbst 2004 auf dem Pariser Autosalon zu sehen. Der V12-Frontmotor ist durch eine in die Fronthaube eingelassene Glasfläche sichtbar. Die Abgase werden durch zwei seitlich hinter der Vorderachse austretende Auspuffendrohre abgegeben. Ein weiteres Highlight ist die durchgehende Glasfläche aus Windschutzscheibe, Dach und Heckscheibe. Im Inneren gibt es Platz für zwei und typisches GT-Ambiente. Leder, Alcantara und Edelhölzer fügen sich in eine fahlrote Farbwelt ein.

Die Radtüre ist erfunden: Studie Moovie
Außerdem am Stand von Peugeot zu sehen ist die Studie Moovie. Das Auto entstand im Rahmen eines Designwettbewerbs zum Thema "Entwerfen Sie heute Ihren Traum-Peugeot von morgen". Sieger wurde der Entwurf des jungen portugiesischen Designers André Costa mit seinem Projekt Moovie. Besonders gefielen den Juroren das originelle, eindeutig der Marke zuzuordnende Design sowie die zahlreichen Innovationen. So hat das nur 2,32 Meter lange Stadtfahrzeug Hinterräder, die gleichzeitig als Türen fungieren.

RC Line: 1007 und 206 CC mit neuer Ausstattung
Für den Kleinstvan 1007 sowie den 206 CC soll es künftig eine neue sportliche Ausstattung namens RC Line geben. Die RC Line wird auf der IAA vorgestellt und kommt 2006 auf den Markt. Ab dem ersten Halbjahr 2006 will Peugeot außerdem einen Rußpartikelfilter zum Nachrüsten von HDi-Motoren im 206, 307 und Partner anbieten. Dabei greift die Marke erstmals auf die Lösung eines Zulieferers zurück.
(sl)

Sportdreirad mit 207-Anklängen