2004 sollen Varianten mit 765 und mehr PS folgen

Das Warten hat ein Ende. Zumindest für englische Sportwagenfreunde, die auf die Markteinführung des im Oktober 2002 erstmalig präsentierten MG XPower gewartet haben. Seit dem 1. November 2003 stehen die ersten Exemplare in den Verkaufsräumen britischer XPower-Händler. Der ursprünliche Prototyp des Supersportlers war der MG X80, der wiederum auf dem Qvale Mangusta basierte. 2001 kaufte MG Rover die Produktionsanlagen und Rechte an dem Sportwagen von Qvale.

SV mit 320 PS
Zunächst wird die recht zivile Version SV mit einem 320 PS starken 4,6-Liter-V8-Motor angeboten. Das hubraumstarke Motörchen stellt ein maximales Drehmoment von 410 Newtonmeter bei 4.750 Umdrehungen zur Verfügung. Damit ist der XPower bereits flott unterwegs: Der Sprint von null auf 100 km/h dauert nach Aussage von MG Rover 5,4 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei 254 km/h liegen. Der SV ist zunächst ausschließlich mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe ausgestattet. 2004 soll eine Automatikversion folgen.

Stärkere Versionen geplant
Für 2004 werden außerdem leistungsstärkere Versionen des XPower angekündigt. Kunden können den sportlichen Rover mit dem 765 PS starken Motor aus dem MG ZT-T Bonneville ordern. Mit dieser Motorisierung ist das britische Geschoss über 320 km/h schnell. Auf speziellen Kundenwunsch will MG Rover sogar noch leistungsstärkere Versionen anbieten.

Leichtbau
Der sportlichen Auslegung entsprechend wurden viele leichte Materialien für den XPower verwendet. Der Motor besteht aus Aluminium, das Chassis aus Carbon. Der 4,48 Meter lange Bolide bringt somit geschätzte 1.540 Kilogramm auf die Waage.

Sportlich besohlt
Für Verzögerungen sorgen rundum vier Scheibenbremsen, vorne mit einem Durchmesser von 324 und hinten von 310 Millimetern. Großdimensioniert sind auch die 18-Zoll-Leichtmetallfelgen der Firma OZ. Sie sind vorne mit Reifen der Dimension 225/40 ZR 18 und hinten 265/40 ZR 18 bestückt.

Leder, Alu und Carbon
Der Innenraum bietet edles und sportliches Ambiente. Sechs verschiedene Lederausstattungen werden angeboten. Zudem zieren den Fahrgastraum Applikationen aus Aluminium und Carbon. Wer will, kann extrem sportliche Schalensitze ordern. Darüber hinaus bestehen weitere Möglichkeiten, seinen XPower individuell zu gestalten.

Ab 2004 auch in Deutschland
Im Sommer 2004 können Interessenten auch in Deutschland einen XPower bestellen. Billig ist der Extrem-MG übrigens nicht. Der Einstiegspreis beträgt 75.000 Britische Pfund, was derzeit etwa 108.000 Euro entspricht. Die Serienausstattung ist zwar recht umfangreich, aber in seinem Segment keineswegs überragend. Da haben einige deutsche Konkurrenten sogar mehr für weniger Geld zu bieten. Beispielsweise ist ein Audi S4 mit 344 PS bereits für 52.240 Euro zu haben.
(mh)

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