1,9-Liter-Diesel mit Twinturbo-Aufladung und 212 PS auf der Essen Motorshow

Auf der Essen Motor-Show, die vom 28. November bis zum 7. Dezember 2003 stattfindet, erlebt der Opel Vectra OPC seine Weltpremiere. Das Opel Performance Center (OPC) präsentiert die Studie eines ausgeprägt sportlichen Vectra GTS. Sein 1,9-Liter-Turbodiesel leistet dank Twinturbo 212 PS und entwickelt ein Drehmomentmaximum von über 400 Newtonmetern bereits ab 1.400 U/min.

Höhere Literleistung als beim Ferrari Enzo
Unter der Motorhaube der vom OPC entwickelten seriennahen Studie arbeitet der ab Anfang 2004 im Vectra und im Signum erhältliche 1,9-Liter-Turbodiesel. In der gezeigten Studie verfügt dieser Motor über ein doppeltes Turboladersystem. Entsprechend nennt OPC diese Technik Twinturbo. Der in der Serie 150 PS leistende Motor 1.9 CDTI entwickelt in der Twinturbo-Version 212 PS und verfügt damit über eine höhere spezifische Leistung als beispielsweise der Sechsliter-V12-Benzinmotor des Ferrari Enzo. Der italienische Supersportwagen bringt es auf eine Literleistung von 110 PS pro Liter, der OPC-Twinturbo schafft 112 PS pro Liter.

Zwei Turbolader
Kernstück der OPC-Turbo-Technologie sind die beiden hintereinander geschalteten Abgas-Turbolader, die einen absoluten Ladedruck von 3,0 bar produzieren. Der 1,9-Liter-Twinturbo fährt sich souverän wie ein hubraumstarker Saugmotor, so Opel. Dazu trägt nicht zuletzt das Drehmoment von über 400 Newtonmetern bei, das in einem breiten Drehzahlbereich von 1.400 bis 3.500 U/min zur Verfügung steht.

6,5 Sekunden von null auf 100 km/h
Mit dem zweistufig aufgeladenen Konzeptmotor absolviert der Vectra OPC den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 in 6,5 Sekunden und erreicht elektronisch abgeregelt eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Der Kraftstoffverbrauch des Common-Rail-Direkteinspritzers liegt bei 6,0 Litern pro 100 Kilometer.

Verbrauch wie in der Serie
Zu den Vorteilen der neuartigen Lader-Technologie gehört neben der deutlichen Leistungssteigerung ein niedriger Kraftstoffverbrauch, so der Hersteller. Mit 6,0 Litern auf 100 Kilometer verbraucht das Aggregat nicht mehr als die Serienversion. Außerdem entsprechen die Abgasemissionen des Vectra OPC der Euro-4-Norm, was bei Dieseln derzeit noch lange nicht Standard ist.

Modifikationen an Karosserie und Fahrwerk
Die in Essen ausgestellte, blau lackierte Studie besitzt eine gegenüber dem Serienmodell tiefer liegende Karosserie mit aerodynamischen Anbauteilen und 19-Zoll-Leichtmetallräder mit Reifen der Dimension 235/30. Im Innenraum dominiert blaues Leder. Das Fahrwerk erhielt eine angepasste Feder-Dämpfer-Abstimmung und eine leistungsfähigere Bremsanlage.

Vom Rallye-Corsa bis zum Formel-3-Auto
Neben der Vectra-Studie zeigt OPC in Essen das aktuelle Sportprogramm: das beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring erfolgreiche Astra V8 Coupé, das Siegerauto der erstmals ausgetragenen Formel-3-Euroserie mit Zweiliter-Opel-Motor und einen in der Junior-WM eingesetzten Rallye-Corsa S 1600, dem Sieger in der hart umkämpften britischen S-1600-Meisterschaft. Eine ganze Reihe sportlicher Serienmodelle vom Speedster Turbo und Zafira OPC bis hin zum neuen fünftürigen Astra ergänzt die Palette auf dem Opel-Stand in Halle 3.
(sl)

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