Starker Antritt dank großer Batterien und exklusivem Leichtbau

Eigentlich – so heißt es allgemein – hat jeder seinen Fetisch. Der Fétish von Venturi wird hingegen nur ganz Wenigen vorbehalten sein. Auf dem Pariser Autosalon, vom 25. September bis 10. Oktober 2004, feiert die Serienversion dieses exklusiven Supersportlers seine Weltpremiere. Der in Monaco beheimatete Hersteller Venturi ist seit 20 Jahren Spezialist für eigenwillige Sportwagen.

Antrittsstark aber nicht schnell
Das Besondere am Fétish ist sein Antriebskonzept: Der Roadster wird ausschließlich von einem Elektromotor zu überaus sportlichen Fahrleistungen getrieben. Mit seinem 350 Kilogramm schweren Lithium-Ionen-Akku bringt die Elektro-Flunder permanent 245 PS und 220 Newtonmeter Drehmoment an die Antriebsräder. Die Fahrleistungen sind beachtlich: In nur 4,5 Sekunden sprintet der insgesamt 1.100 Kilo schwere Elektro-Sportwagen auf 100 km/h. Ein vergleichbares Fahrzeug mit Benzinmotor benötigt hierfür über 300 PS Motorleistung. Doch dafür endet beim Fétish der Vortrieb bereits bei 170 km/h. Grund: eine direkte Übersetzung ohne Schaltgetriebe. Beim Tritt aufs "Gaspedal" steigt die Geschwindigkeit linear zur Motordrehzahl. Der Motor dreht bis maximal 14.000 Touren und soll laut Hersteller im Vergleich zu einem Verbrennungsmotor recht leise werkeln.

Stattliche Reichweite
Der Serienbau eines sportlichen E-Mobils wurde laut Venturi dank enormer Fortschritte in der Akku-Technik möglich. Mit seinem Stromspeicher hat der Fétish respektable 350 Kilometer Reichweite. Um die leeren Akkus wieder voll aufzuladen, muss man nur 3,5 Stunden warten. Nach zehn Minuten Ladezeit kann man bereits 16 Kilometer weit fahren.

Fahrstufen auf Knopfdruck
Futuristisch wirkt der Innenraum des Fétish. Auf dem breiten Mitteltunnel befinden sich Knöpfe für die drei Fahrstufen. ,D" für vorwärts, ,R" für rückwärts und ,N" für neutral. Hinterm Lenkrad befindet sich ein großes rechteckiges Display mit allen wichtigen Fahrinformationen.

Serienstart noch 2004
Verkaufsstart für den Fétish ist November 2004 in Japan. Ab Januar 2005 sollen der US-Markt und später auch Europa bedient werden. Venturi rechnet mit nur sehr wenigen Käufern. Bei einem Preis von rund 540.000 Euro wenig verwunderlich.

Elektro-Fétish