1963 kam die erste Limousine auf den Markt

Der neue Maserati Quattroporte ist bereits die fünfte Baureihe der italienischen Sportwagenmanufaktur, die diesen Namen trägt. Die Tradition großer Sportlimousinen stammt bereits aus dem Jahr 1963.

Seit 40 Jahren Tradition
Im Gegensatz zu anderen Autoherstellern, die heute versuchen, ihre Modellpalette in neuen Segmenten zu erweitern, setzt Maserati mit dem neuen Quattroporte eine lang gepflegte Tradition fort. Limousinen gehören seit 40 Jahren nahezu durchgängig zum festen Bestandteil der Marke mit dem Dreizack.

1963: Salon-Sensation in Turin
Als 1963 auf dem Turiner Autosalon der erste Maserati Quattroporte das Licht der Öffentlichkeit erblickte, war das von Pietro Fura gezeichnete Fahrzeug eine Sensation. Gerade erst ein paar Jahre zuvor hatte die Marke Maserati überhaupt begonnen, Straßenfahrzeuge zu produzieren und war zu diesem Zeitpunkt vor allem für ihr erfolgreiches Engagement im Motorsport bekannt. Der Maserati Quattroporte - damals auch gerne als 4porte geschrieben - war eine kühne Idee, die noch kein anderer Automobilhersteller zuvor aufgegriffen hatte: eine Limousine mit dem Herz und dem Charakter eines Sportwagens.

Schnellste Limousine der Welt
Tatsächlich war der Maserati Quattroporte mit einer Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h zu diesem Zeitpunkt die schnellste Limousine der Welt - eine Auszeichnung, die ihr lang erhalten blieb. Dafür sorgte der 4,2 Liter große V8-Motor mit seinen 260 PS. 1966 wurde im Rahmen einer Modellpflege nachgelegt, und das elegante Fahrzeug erhielt ein 4,7-Liter-Aggregat, das 290 PS leistete und den Wagen sogar 240 km/h schnell machte.

Leder und Holz
Schon damals war die üppige Verwendung von Holz und Leder typisch für einen Maserati. Dieser Umstand sowie das souveräne Understatement des Maserati Quattroporte machten die Limousine damals auch bei vielen Prominenten beliebt. Bis 1970 wurden exakt 770 Exemplare produziert - ein beachtlicher Erfolg, speziell für die damaligen Verhältnisse.

Kooperation mit Citroën
Nach einigen Jahren Pause entstand 1974 aus der Kooperation zwischen Maserati und Citroën der Maserati Quattroporte II. Er wurde von einem 3,0 Liter großen V6-Motor angetrieben, der 210 PS stark war. Doch wirtschaftliche Schwierigkeiten beim französischen Partner sorgten dafür, dass die von Bertone entworfene Limousine nie bis zur vollständigen Serienreife entwickelt wurde. So entstanden bis 1976 nur zwölf Fahrzeuge.

1977: Quattroporte III
Drei Jahre später präsentierte Maserati auf dem Turiner Salon den eigenständigen Quattroporte III. Sein Blechkleid stammte von Stardesigner Giorgetto Giugiaro. Dieser setzte stilistisch die Idee der repräsentativen Limousine für ambitionierte Fahrer perfekt um. Obwohl das Fahrzeug sogar etwas kürzer als seine Vorgänger ausfiel, war das Raumangebot außergewöhnlich. Selbst der damalige italienische Staatschef bestellte den Maserati Quattroporte als Dienstwagen.

Wie schon der erste Maserati Quattroporte war auch die dritte Generation mit einem V8-Motor bestückt, der allerdings 4,9 Liter Hubraum besaß. Mit der Leistung von 290 PS erreichte die üppig ausgestattete Limousine eine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h.

Dreigang-Automatik
Dass es bei diesem Fahrzeug nicht nur um reine Fahrleistungen ging, beweist der Umstand, dass die optionale Dreigang-Wandlerautomatik damals häufig mitbestellt wurde. 1987 erfolgte unter dem Namenszusatz ,Royale" eine letzte Modellpflege, die den Maserati Quattroporte III zehn PS stärker machte. Zwischen 1979 und 1990 entstanden insgesamt 2.163 Fahrzeuge.

Zweiliter kam vier Jahre später
Vier Jahre später stellte Maserati unter völlig anderen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen den Quattroporte IV vor. Gemessen an der damaligen Modellpalette war dieser Wagen immer noch eine große Limousine. Trotzdem fiel dieses Modell etwas aus der Reihe der Quattroporte-Generationen heraus - vielleicht auch deshalb, weil es zunächst nur in einer 2,0-Liter-V6-Version angeboten wurde.

1998: Quattroporte unter Ferrari überarbeitet
Zu besonderen Ehren gelangte der Maserati Quattroporte IV im Jahr 1998, als er - grundlegend überarbeitet und mit dem Namenszusatz "Evoluzione" versehen - das erste Maserati-Modell war, das unter Ferrari-Führung entstand und damit einen ersten Neuanfang markierte. Dieser Wagen wurde neben einem 2,8-Liter-V6-Motor auch mit einem 3,2-Liter-V8-Aggregat angeboten, das 326 PS leistete. Insgesamt wurden vom Quattroporte IV 2.841 Exemplare zwischen 1994 und 2001 gefertigt.

Quattroporte V: Debüt auf der IAA 2003
Im September 2003 debütierte auf der Frankfurter Automobilausstellung der Maserati Quattroporte V. Das von Pininfarina eingekleidete Fahrzeug knüpft nahtlos an der Tradition an, die 1963 mit dem Quattroporte I begonnen wurde: die einmalige Kombination aus luxuriöser Limousine und fahrdynamischem Sportwagen.
(hd)

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