Sechs Einzelsitze, über 2.000 Liter Stauraum und Diesel-Hybridantrieb mit 318 PS

Mercedes zeigt auf der Detroit Motor Show, die vom 10. bis 19. Januar 2004 stattfindet, die Fahrzeugstudie Vision Grand Sports Tourer. Eine erste Version der Reiselimousine wurde bereits 2002 vorgestellt. Auf den Markt kommen soll das Auto Anfang 2005.

Limousine, Van, Kombi und SUV in einem
Der Grand Sports Tourer soll Merkmale von Reiselimousine, Van, Kombi und Sport Utility Vehicle (SUV) verbinden. Die Studie wird vor allem durch eine bogenförmige Dachlinie geprägt, die Coupé-Assoziationen weckt. Ein Glasdach, das sich fast über die gesamte Dachfläche erstreckt, sorgt für einen hellen Innenraum. Bis zu sechs Passagiere nehmen auf Einzelsitzen in drei Reihen Platz. Die vier Sitze im Fond sind einzeln umklappbar, sodass sich das Ladevolumen auf maximal 2.030 Liter vergrößert - deutlich mehr als bei einem durchschnittlichen Kombi. Der ebene Ladeboden und die große Heckklappe erleichtern das Be- und Entladen.

Automatik-Bedienung am Lenkrad
Im Inneren prägen Aluminium und edles Holz die Optik. Statt des üblichen Automatikwählhebels in der Mittelkonsole gibt es einen Hebel an der Lenksäule und Bedientasten im Lenkrad. Hier kann der Autofahrer die Gänge der Automatik - wie in einem Formel-Rennwagen - manuell wechseln.

Hybridantrieb: In 6,6 Sekunden auf Tempo 100
Die Studie ist mit einem Diesel-Hybridantrieb ausgerüstet. Ziel bei der Entwicklung war, Kraftstoffverbrauch und Abgas-Emissionen weiter zu verringern - ohne Einbußen in puncto Agilität, Komfort und Fahrspaß. Das Antriebs-Doppel besteht aus dem V8-Dieselmotor der S-Klasse mit 250 PS und einer 68 PS starken Elektromaschine. So stehen insgesamt 318 PS Leistung und 860 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung. Damit sprintet das Auto in 6,6 Sekunden von null auf 100 km/h; die Höchstgeschwindigkeit wird elektronisch auf 250 km/h begrenzt. Der Verbrauch soll rund 20 Prozent unter dem eines vergleichbaren Dieselmodells betragen.

Elektronische Arbeitsteilung
Beim Anfahren, beim Einparken, bei Stop-and-go-Verkehr oder wenn das Auto im Verkehrsfluss mitrollt, reicht der Elektroantrieb aus. Erst wenn mehr Leistung erforderlich ist, schaltet sich der Diesel zu. Beim Bremsen arbeitet der Elektromotor als Generator und erzeugt Strom, der die Antriebsbatterie auflädt. Bei der Studie arbeitet der Hybridantrieb erstmals auch mit permanentem Allradantrieb zusammen. Räder im 21-Zoll-Format, groß dimensionierte und gelochte Bremsscheiben, Luftfederung und aufwändige Achskonstruktionen sind weitere Highlights.

SLR McLaren und E 320 CDI
Außer der Studie zeigt Mercedes in Detroit den Hochleistungs-Sportwagen SLR McLaren und stellt den Amerikanern ein Dieselauto vor, das bei uns längst keine Neuheit mehr ist: den E 320 CDI. Die Sechszylinder-Limousine soll die Diesel-ungewohnten Amerikaner auf den Geschmack bringen.
(sl)

Bildergalerie: Mercedes-Benz in Detroit