Volles Haus in der Rallye-WM: Drängelei am Siegerpodest

Die 72. Auflage des Motorsport-Klassikers Rallye Monte Carlo besticht erneut als glamouröser Saisonstart zur heiß umkämpften Rallye-Weltmeisterschaft. Trotz der schöpferischen Pausen von Hyundai und Skoda verspricht die Saison 2004 bei 16 Runden in 16 Ländern und über elf Monate zahllose Spannungsmomente. Und Petter Solberg (Subaru) geht als amtierender Rallye-Weltmeister an den Start.

Fünf Werke auf einen Streich
Fünf Werke auf einen Streich: Mit Citroën, Ford, Peugeot und Subaru konzentrieren sich vier Protagonisten mit Top-Material auf die Hauptrollen, während Wiedereinsteiger Mitsubishi zur Jagd auf frischen Lorbeer bläst, und Skoda nur sporadisch die Technikfortschritte seines fabulösen World Rally Car (WRC) ausloten möchte.

Hoch motiviert
Hoch motiviert und mit der Saison-Startnummer 1 tritt der amtierende Weltmeister Petter Solberg mit seinem Impreza WRC2003 in Monte Carlo an. Der Norweger, branchenintern als Mister Hollywood tituliert, strahlt seinem neuen Erfolgsfilm entgegen: "Nicht nur die Startnummer verpflichtet, sondern auch die anvisierte Titelverteidigung. Und da ein Monte-Triumph immer noch die halbe Saisonmiete ist, bin ich natürlich voll auf Sieg gepolt."

In den Fußstapfen des Wikingers
Im Schatten des 29-jährigen Blondschopfs Solberg will der erst 23 Lenze zählende WM-Azubi Mikko Hirvonen in die Fußstapfen des Wikingers treten und die gut 1.400 Kilometer lange Rallyestrecke in den französischen Seealpen möglichst zügig absolvieren - Jugend forsch! "Für die 15 wichtigen Bestzeitprüfungen wünsche ich mir natürlich viel Schnee und Eis, dann kann ich wenigstens mit dem gewissen Home-Feeling besser auftrumpfen", kalkuliert das Jungtalent aus dem skandinavischen Rallye-Mekka Jyväskylä in Mittelfinnland.

Nagelneuer Peugeot 307 WRC
Peugeot tritt bereits zur Monte mit dem nagelneuen 307 WRC an. Citroën und Ford kündigen Nachbesserungen am Xsara WRC bzw. am Focus RS WRC03 zum April 2004 an, Subaru will dagegen schon im März zur dritten WM-Runde in Mexiko mit dem optimierten Impreza WRC2004 und rund 300 Allrad-PS die WM-Karten neu aufmischen. "Mit den neun Podiumsplätzen inklusive vier Gesamtsiege bewiesen wir bereits in 2003 das deutlich gesteigerte Impreza-Potenzial, und im Frühjahr legen wir mit exzellentem Feinschliff eben nochmals nach", verspricht Teamchef David Lapworth.
(sl)

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