2005er-Modell des PS-Boliden gibt`s zu einem sensationell niedrigen Preis

Seit seiner Einführung 1964 gehört der Ford Mustang zu den Ikonen der amerikanischen Muscle-Car-Szene - ja fast zum amerikanischen Way-of-life wie McDonalds und Coca-Cola. Im Modelljahr 2005 startet der Mustang als vollständig neu entwickeltes Auto. Es wurde auf der Detroit Motor Show vom 10. bis zum 19. Januar 2004 vorgestellt.

Priorität eins: Authentizität
Amerikas letztes Muscle-Car - so umschreibt Ford die Bedeutung des Autos. Klar, dass für das Design Authentizität die höchste Priorität hatte. "Wir haben nicht einfach ein Auto neu gestaltet, wir haben einem Epos ein neues Kapitel hinzugefügt", sagt J. Mays, mitverantwortlich für das Design. Zu den Kennzeichen gehören die Plakette mit dem galoppierenden Pferd im Grill, eine lange Motorhaube und ein kurzes Heck. Runde Frontscheinwerfer in trapezförmigen Karosserieausschnitten sind neue Elemente.

40 PS mehr als bisher
Für rauchende Reifen soll im Mustang GT ein 4,6-Liter-V8 mit 300 PS sorgen. Damit leistet der Motor 40 PS mehr als das Modell von 2004. Die Zylinderköpfe mit drei Ventilen erlauben bei Normalbenzin eine höhere Verdichtung. Eine zweite Version besitzt einen 4,0-Liter-V6 mit immerhin auch noch 200 PS. Der neue SOHC-Motor mit einem Zylinderwinkel von 60 Grad ersetzt den 3,8-Liter-90-Grad-V-Motor im 2004er-Modell und bringt etwas mehr Leistung und Drehmoment. Wie bisher werden bei beiden Versionen die Hinterräder angetrieben.

Neue Getriebe, neues Chassis
Zum ersten Mal ist der Mustang mit einer fünfstufigen Automatik verfügbar. Alternativ gibt es eine manuelle Fünfgangschaltung, wobei für den GT ein anderes Getriebe als für die V6-Version zum Einsatz kommt. Zum Fahrwerk gehört eine McPherson-Vorderachse und eine neue Dreilenker-Hinterachse mit Panhard-Stab. Die vier Scheibenbremsen sind nun 12 bis 15 Prozent größer als beim Vorjahresmodell - beim GT messen sie vorne 31 Zentimeter im Durchmesser. ABS mit einer abschaltbaren Traktionskontrolle gibt es als Option. Zum Sicherheitssystem gehören außerdem Frontairbags, wobei dank Sitzbelegungskontrolle der Beifahrerairbag nur bei belegtem Sitz in Aktion tritt. Seitenairbags gibt es gegen Aufpreis.

Mehr Radstand, mehr Platz
Im Vergleich zum 2004er-Modell gewann der Mustang 15 Zentimeter an Radstand. Das kommt den Insassen ebenso zugute wie eine breiterer Innenraum. Am Interieur hebt Ford eine Instrumententafel hervor, die sich farblich konfigurieren lässt. 125 verschiedene Farben stehen für den Hintergrund zur Verfügung. Auf Wunsch sind für das Armaturenbrett Aluminium-Paneele im Stil typischer Muscle-Cars erhältlich. Ebenso authentisch ist das Dreispeichen-Lenkrad mit dem Pferd in der Mitte. Als "jaw-dropper", also etwas, was die Kinnlade herunterfallen lässt, preist Ford ein Innenraum-Paket an, das aus schwarzroten Ledersitzen, roten Tür-Innenverkleidungen und roten Fußmatten besteht.

Unter 20.000 US-Dollar zu haben
Ford verspricht für den Mustang einen Einstiegspreis von unter 20.000 US-Dollar in den USA, was derzeit weniger als 16.000 Euro entspricht.
(sl)

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