Neue Limousine ist serienmäßig vollgepackt mit technischen Raffinessen

Die Riege der Edelkarossen bekommt im Frühjahr 2004 ein neues Mitglied: Den neuen Maserati Quattroporte. ,Quattroporte" heißt übrigens nichts anderes als ,Viertürer". Der neue Luxusliner unter der Flagge des Dreizacks ist eine über fünf Meter lange und üppig ausgestattete Limousine, die mit der Fahrdynamik eines reinrassigen GT-Sportwagens aufwarten soll.

Von Pininfarina gezeichnet
Der neue Quattroporte stammt aus der Feder von Sergio Pininfarina. Die Verbindung zwischen Maserati und Pininfarina reicht bereits 50 Jahre zurück. Von Pininfarina stammen Maserati-Modelle wie eine Version des Maserati A6 1500 Coupés und die Maserati A6GCS Barchetta. Der Karosserieschneider wollte mit dem Quattroporte auch an ältere Maserati-Modelle erinnern: Markante Beispiele sind die Kühlergrillform des Maserati A6GCS Berlinetta Pininfarina und die breite C-Säule des Maserati Mistral.

Der Motor: Das Herz eines Sportwagens
Der neue Maserati Quattroporte wird von einem 4,2 Liter großen V-Achtzylinder-Saugmotor angetrieben. Dank Leichtbau beträgt das Gewicht des Triebwerks gerade einmal 183 Kilogramm. So sind beispielsweise die Zylinderköpfe und das Kurbelgehäuse aus einer leichten aber hochfesten Aluminium-Silizium-Legierung. Die beiden Zylinderblöcke aus Aluminium stehen im 90-Grad-Winkel zueinander, wodurch die Abmessungen des Aggregats äußerst kompakt ausfallen.

Satte 400 PS
Die Leistungsausbeute ist beachtlich: 400 PS bei 7.000 Umdrehungen und ein Drehmoment von 451 Newtonmetern bei 4.500 Touren sind die Werte. Beachtlich: 75 Prozent des maximalen Drehmoments stehen bereits bei 2.500 Umdrehungen zur Verfügung.

5,2 Sekunden auf Hundert
Damit erreicht der Maserati Quattroporte sagenhafte Fahrleistungen: Für den klassischen Sprint von null auf 100 km/h benötigt die Fünf-Meter-Limousine gerade einmal 5,2 Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 275 km/h.

DuoSelect Getriebe
Als technische Innovation besitzt der Maserati Quattroporte serienmäßig das elektrohydraulische Getriebe Maserati DuoSelect (MDS). Es ist in Transaxle-Anordnung an der Hinterachse angebracht und verfügt über sechs Vorwärtsgänge. MDS ist ein automatisiertes Schaltgetriebe, das sich beim Starten zunächst im Automatikmodus befindet, jedoch wahlweise auch manuell über Schaltwippen hinter dem Lenkrad geschaltet werden kann.

Sport-Modus für schnellere Schaltvorgänge
Entscheidender Unterschied zu herkömmlichen Automatikgetrieben ist das Fehlen eines Drehmomentwandlers. Stattdessen erfolgen die Gangwechsel elektrohydraulisch. Dadurch bietet das MDS schnellere Gangwechsel, kontinuierlichere Bergauf-Beschleunigung und harmonischere Schaltvorgänge, auch wenn die Betriebstemperatur noch nicht erreicht ist.

Zusätzlich kann das Getriebe auch in einen Sportmodus betrieben werden, der noch schnellere Gangwechsel und Schaltvorgänge bei höheren Drehzahlen bewirkt. Der Traction-Modus sorgt mit extra weichen Gangwechseln für sicheren Vortrieb auf schwierigem Untergrund wie Eis oder Schotter.

Hillholder fürs Anfahren am Berg
Ein weiteres Komfortelement von MDS ist der so genannte Hill Holder. Er bewirkt, dass der Maserati Quattroporte beim Anfahren am Berg bei nicht mehr getretenem Bremspedal für einige Sekunden weiter stehen bleibt, ohne zurückzurollen. Der Hill Holder arbeitet sowohl im Automatik- als auch im manuellen Modus.

Elektronische Helfer
In kritischen Fahrsituationen helfen elektronische Assistenzsysteme, die Fahrsicherheit zu gewährleisten. Allen voran steht das Maserati Stability Program (MSP). In MSP sind die Antriebs-Schlupf-Regelung (ASR), die Elektronische Bremskraftverteilung (EBD) sowie das Antiblockiersystem (ABS) integriert.

Kontinuierliche Dämpfungsoptimierung
Serienmäßig verfügt der Maserati Quattroporte über das Skyhook-System, einer kontinuierlichen Dämpfungsoptimierung. Eine Elektronik analysiert die durch Sensoren an Rädern und Karosserie erfassten Fahrbahngegebenheiten und optimiert daraufhin die Dämpfung jedes einzelnen Rades.

Italienische Handwerkskunst
Durch den konsequenten Einsatz von massivem Echtholz und hochwertigem Leder wird im Innenraum eine warme Atmosphäre erreicht. Je nach Wunsch wird das Interieur mit Wurzelholz, Mahagoni oder Palisander bestückt. Dazu passt naturbelassenes Leder, für das es eine breit gefächerte Farbpalette gibt.

Zur serienmäßigen Komplettausstattung zählen die Zweizonen-Klimaautomatik, der Licht- und Regensensor, Bi-Xenon-Scheinwerfer, eine automatische Geschwindigkeitsregelung und eine Diebstahlwarnanlage. Das Blaupunkt-Multimediasystem besteht aus einem 6,5-Zoll-Bildschirm, Navigationssystem, CD-Player und Bordcomputer. Ergänzend verfügt jeder Maserati Quattroporte über ein Bose-Soundsystem.

Elektrische Sitzverstellung serienmäßig
Ebenfalls serienmäßig ist die elektrische Verstellung der vordern und hinteren Sitze. Die vorderen Sitze sind 14-fach elektrisch einstellbar, der Fahrersitz verfügt zusätzlich über eine Memory-Funktion. Die Fondsitze haben eine Vier-Wege-Sitzeinstellung. Für den Einsatz als Chauffeurfahrzeug kann der Beifahrersitz vom Fond aus nach vorne gefahren werden, um noch mehr Beinfreiheit zu gewinnen.

Sechs Airbags
Der Maserati Quattroporte verfügt über zweistufig-auslösende Airbags vorn, Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer sowie über durchgängige Windowbags. Zu den optionalen Sonderausstattungen gehören spezielle Komfortsitze und ein Multimediasystem mit DVD-Player für Fondpassagiere oder anderes mehr.

Der Grundpreis für die Luxus-Limousine beträgt 99.100 Euro.
(hd)

Maserati Quattroporte