Vorstellung der endgültigen Rennversion – erster Einsatz im März 2005

Am 4. November 2004 präsentierte Aston Martin die endgültige Version des neuen Rennwagens DBR9. Einen Vorgeschmack auf den kommenden Renner haben die Engländer bereits im Juli 2004 gegeben. Die damals gezeigte Version hinterließ jedoch einen vergleichsweise zivilen Eindruck. Für die erste Variante zeigte sich der Rennwagen-Spezialist Prodrive aus dem britischen Branbury ebenso verantwortlich wie für die jetzt vorgestellte endgültige Rennsport-Version.

Umfangreich modifiziert
Für den Rennsporteinsatz wurde die Serien-Basis des DB9 umfangreich modifiziert. Diverse leichte Werkstoffe haben für eine Gewichtsreduzierung auf 1.100 Kilogramm gesorgt. Zum Vergleich: Das Serienmodell DB9 wiegt 1,7 Tonnen. Die Maßnahmen umfassen eine Karosserie aus Aluminium und viele Karosserieteile aus Kohlefaser. Bremsen und Kupplung sind aus Carbon, die Felgen der Marke OZ aus Magnesium. Parallel wurde die Leistung des Sechsliter-Zwölfzylinder-Motors von 450 auf 600 PS gesteigert. Damit muss ein PS lediglich 1,83 Kilogramm Fahrzeug bewegen. Die Kraft wird übrigens über ein sequentielles Sechsgang-Getriebe an die Räder gebracht.

Große Erfolge vor 50 Jahren
Aston Martin blickt auf eine recht lange Rennsporttradition mit großen Erfolgen vor allem in den 50er-Jahren zurück. Mit dem neuen DBR9 will man optisch an die Rennlegenden dieser Zeit anknüpfen. Entsprechend trägt der Neue die gleiche Lackierung in Grün und Gelb, wie seine historischen Vorgänger DBR1 und DB3S.

Drei Teams mit zwölf Fahrzeugen
Bis zum Frühjahr 2005 soll der DBR9 ein umfangreiches Testprogramm durchlaufen. Sein erster offizieller Auftritt ist für den März 2005 bei den zwölf Stunden von Sebring geplant. Aston Martin will dort mit zwei Fahrzeugen antreten. Später im Jahr wollen die Briten mit ihren Werksteams auch bei den 24 Stunden von Le Mans starten. Insgesamt plant Aston Martin mit drei Werksteams und zwölf Fahrzeugen die Teilnahme an internationalen Rennserien. Darüber hinaus will der Sportwagenhersteller bis zu 20 DBR9 an private Teams verkaufen.
(mh)

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