VW-Museum präsentiert Sonderkarossen auf Käfer-Chassis

Noch bis zum 21. März 2004 ist im VW-Automuseum eine Sonderausstellung zu erleben. Die Edition zeigt die Vielfalt des künstlerischen Schaffens europäischer Karosseriebauer auf der Plattform des Käfer. Die zwölf präsentierten VW mit Spezial-Karosserien sind zugleich Zeugnis der handwerklichen Exzellenz einer Handwerks-Gilde, die in der Ära selbsttragender Karosserien schon längst ausgestorben schien.

Fortbewegung stand im Vordergrund
Volkswagen in Wolfsburg Anfang der 50er Jahre: Von den Bändern läuft der Käfer - nichts als der Käfer und dessen Derivat für Gewerbetreibende, der Transporter. Zwei Pkw-Varianten stehen den Kunden zur Wahl: Limousine Standard und Limousine Export. Ein Faltschiebedach kann ab 1950 als Extra geordert werden - es kostet 250 Mark Aufpreis. Die legendäre Blumenvase am Armaturenbrett, für den New Beetle ein knappes halbes Jahrhundert später wiederentdeckt, gilt bei Volkswagen-Fahrern als Gipfel des Luxus.

Des Käfers neue Kleider
Doch wer statt der vernünftigen Limousine etwas ganz Besonderes, etwas Eleganteres oder gar Schnelleres von Volkswagen haben möchte, sucht meist vergebens. Meist kleine Karosserieschneider nahmen sich das Chassis des Käfer und kleideten es ein. Es waren Namen wie Rometsch, Drews, Dannenhauer & Stauss, Hebmüller und Stoll, die heute meist vergessen sind. Einer der wenigen, die überlebt haben, ist die Firma Karmann, die das Käfer-Cabrio gebaut hat und heute unter anderem das Golf-Cabrio produziert.

Wir zeigen Ihnen die schönsten Karossen der Ausstellung in unserer Bildergalerie.
(hd)

Bildergalerie: Käfers neue Kleider