Mittelmotor-Studie holt 862 PS aus sechs Litern Hubraum

Chrysler zeigt die Krallen: Der Hersteller beweist, dass man aus Kohlefaser nicht nur Tennisschläger und Skateboards machen kann. Chrysler ME Four-Twelve nennt sich eine Sportwagen-Studie, die auf den ersten Blick auch einen Lamborghini-Stier auf der Haube tragen könnte und die Chrysler erstmals Anfang Januar 2004 auf der Automesse in Detroit zeigte.

Sechsliter-Maschine von AMG
Schon im Jahr 2003 erregte Chrysler mit der 507 PS starken und theoretisch bis zu 676 km/h schnellen Studie Tomahawk Aufsehen. An dieses Kraftpaket soll der Mittelmotor-Sportwagen anknüpfen. Als Herz schlägt ein Sechsliter-Aggregat vom hauseigenen Mercedes-Tuner AMG. Der V12 wird von vier Turboladern beatmet. Das reicht für eine Leistung von satten 862 PS bei 5.750 Umdrehungen. Das maximale Drehmoment von 1.152 Newtonmetern liegt zwischen 2.500 und 6.000 Touren an.

2,9 Sekunden auf hundert
Das reicht für mehr als beachtliche Fahrleistungen: Die Flunder sprintet in etwa 2,9 Sekunden auf Tempo 100 und wird bis zu 400 km/h schnell. Mit verantwortlich für diese Super-Werte ist die Karosserie, die aus Kohlefaser und Aluminium besteht.

Nur 1.140 Millimeter hoch
Das Leichtgewicht ist auch von den Abmessungen her eine Besonderheit: Der Four-Twelve ist nur 1.140 Millimeter hoch, 1.999 Millimeter breit und 4.542 Millimeter lang. Ein elektronisch geregelter Heckspoiler verhindert ab 300 km/h ein Abheben des Supersportlers.

Gut ausgestattet
Trotzdem ist der Chrysler-Flitzer keinesfalls ein spartanisches Automobil: Für die Passagiere gibt es Ledersitze, eine Klimaautomatik und ein hochwertiges Audio-System.

Anders als die reine Studie Tomahawk soll der Four-Twelve zur Serienreife entwickelt werden.
(hd)

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