Kleiner Flitzer soll durch Umweltfreundlichkeit und Dynamik punkten

Auf der IAA in Frankfurt (17. bis 25. September 2005) präsentiert Daihatsu erstmalig die Studie eines kleinen Hybrid-Roadsters. Der offene Zweisitzer soll zugleich hohen Fahrspaß mit geringen Verbrauchswerten kombinieren. Eine Technik mit Zukunft.

Ein Benzin- und zwei E-Motoren
Das Hybridsystem des HVS kombiniert einen 105 PS starken 1,5-Liter-Benzinmotor mit variabler Ventilsteuerung mit drei Elektromotoren. Während die Vorderachse von zwei Elektromotoren mit 48 PS angetrieben wird, bringt ein Elektromotor mit 27 PS seine Kraft variabel an das linke und rechte Hinterrad. Die Kraft der drei Elektromotoren fließt über ein elektronisch gesteuertes stufenloses Planetengetriebe an die Räder. In der Praxis fährt sich der HVS also ähnlich wie ein Auto mit Automatikgetriebe. Der Clou ist jedoch, dass ein Steuerungsgerät für die Hinterachse die Informationen von Lenkwinkel, Geschwindigkeit und Drosselklappenöffnung verarbeitet. Je nach Fahrsituation reguliert dieses Steuergerät über zwei elektromagnetische Kupplungen die jeweilige Kraft, die auf das linke oder rechte Hinterrad weitergeleitet wird. Damit soll der HVS ein besonders dynamisches und stabiles Fahrverhalten in Kurven bieten.

Viel Leistung , wenig Verbrauch
Der aufwändige Elektroantrieb sorgt laut Daihatsu für ein hohes Drehmoment und damit auch für ein spritziges Fahrverhalten. Über die Fahrleistungen gibt es vom Hersteller nur die Angabe, dass der Roadster die 400-Meter-Distanz in 17 Sekunden knackt. Das entspricht in etwa den Fahrleistungen eines Fahrzeugs mit 2,0-Liter-Motor. Trotz der Kraft auf alle vier Räder und der guten Fahrleistungen soll der Durchschnittsverbrauch nur 4,1 Liter Benzin auf 100 Kilometer betragen.

Ein traurig blickender MX-5
Das Design des HVS entspricht der klassischen Form eines Roadsters à la Mazda MX-5. Etwas eigenwillig und nicht sonderlich maskulin wirkt die Front mit den kleinen, dreieckigen Scheinwerfereinheiten. Sie erinnern ein wenig an den traurigen Blick des manisch-depressiven Roboters Marvin aus ,Per Anhalter durch die Galaxies". Auch bei den Heckleuchten wiederholt sich dieses Dreiecksthema. Ein auffälliges Detail sind die zwei in die Heckschürze integrierten, sehr flachen und breiten Auspuffendrohre.

Sportlich-edler Innenraum und Hard-Top
Der Innenraum wirkt sportlich-kompakt. Viel hellbraunes Leder, attraktive Metallapplikationen und die in blau beleuchteten Rundinstrumente hinterm Lenkrad sorgen für eine angenehme und wertige Atmosphäre. Statt über ein klassisches Stoffdach verfügt der HVS über ein versenkbares Hard-Top.

Serienproduktion denkbar
Beim HVS handelt es sich zunächst um eine reine Studie. Vermutlich aber dürfte die Toyota-Tochter Daihatsu schon bald ein erstes Hybrid-Modell anbieten. Ein kleiner und sparsamer Roadster fehlt bislang im Toyota-Konzern. Insofern scheint eine Serienversion des HVS als durchaus wahrscheinlich.
(mh)

Bildergalerie: Der Frischluft-Hybride