2003 wurden mehr Ferrari als im Vorjahr verkauft

Michael Schumacher ist wohl der prominenteste Deutsche unter den Ferrari-Fahrern. Er hat nicht nur einen schicken, F2004 genannten Dienstwagen, sondern chauffiert auch privat eines der besonders schnellen Produkte seines italienischen Arbeitgebers.

Rund ein Sechstel geht nach Deutschland
Aber es gibt noch mehr Ferrari-Liebhaber in der Bundesrepublik: Rund ein Sechstel der jährlichen Ferrari-Produktion von limitierten 4.000 Stück geht nach Deutschland. Im Jahr 2003 waren es 607 der Traumwagen-Klassiker. Und das sind immerhin 5,8 Prozent mehr als 2002, wo 573 Sportwagen-Flundern ein deutsches Nummernschild bekamen.

Acht- und Zwölfzylinder
Wer zum Händler geht, hat eine große Auswahl: Die aktuelle Palette besteht aus den Achtzylinder-Modelle 360 Spider und Modena sowie dem Challenge Stradale. Die Zwölfzylinder-Fans kommen mit dem 575M Maranello und dem bald auslaufenden Gran Turismo 2+2-Sitzer 456M GT/GTA auf ihre Kosten. Dessen Nachfolger 612 Scaglietti steht bereits in den Startlöchern und wird auf dem Genfer Salon 2004 Europapremiere feiern.

2004 kommt Quattroporte
Maserati, die zweite Sportmarke neben Ferrari in der Fiat-Gruppe, hat in Deutschland ihre Freunde: 2003 wurden 456 Stück von Spyder und Coupé neu zugelassen. Die Jahresproduktion in Modena belief sich auf etwa 3.000 Fahrzeuge. 2004 kommt der neue Quattroporte in die Schauräume der Händler. In Deutschland ist geplant, 350 der Luxus-Viertürer zu verkaufen – für 200 lägen bereits Bestellungen vor.

Ziel: 800 Maserati nach Deutschland bringen
Insgesamt 800 Fahrzeuge sollen in diesem Jahr in Deutschland abgesetzt werden. Um das zu gewährleisten, wird das Händlernetz weiter ausgebaut: Während die Zahl der Maserati-Vertriebspartner im Jahr 2003 von 25 auf 34 stieg, könnten es bis 2005 44 Stützpunkte werden.

Ferrari aus Lego-Steinen
Aber auch die Anwerbung neuer Kunden ist konzernweit ein wichtiges Thema. Das zeigt sich an der Marke Ferrari, die bereits ganz junge Menschen für sich begeistern will. Ferrari hat jetzt mit dem dänischen Spielzeug-Hersteller Lego einen Vertrag geschlossen, der es den Bauklötzchen-Produzenten drei Jahre lang gestattet, Bausätze des Ferrari-Rennwagens und komplette Formel-1-Baukästen mit Boxengasse und Tribünen anzubieten. Der Bausatz heißt ,Lego Racers" und soll 2004 in den Spielzeughandel kommen.

146.000 Steine
Bei der Verlautbarung des Vertrages war ein Lego-Ferrari-Bolide in Originalgröße zu sehen. Der Klötzchenflitzer wurde aus 146.000 Lego-Steinen gebaut und mit echten Bridgestone-Reifen bestückt.
(hd)

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