Offener Dreisitzer mit puristischem Design und variabler Sitzlandschaft

Knackige Formen, kompakte Maße und ein 2+1-Sitzkonzept charakterisieren die Roadster-Studie Wind, mit der Renault auf dem Genfer Automobil-Salon 2004 vom 4. bis 14. März 2004 für Aufsehen sorgen will. Der nur 3,87 Meter lange Sportwagen erprobt neue Konzepte und besitzt recht puristische Gene.

Platz für den dritten Mann in der Mitte
"Diese Studie wird der Welt der Roadster frischen Wind einhauchen", prophezeit Renaults Design-Direktor Patrick le Quément. Wesentlichen Anteil daran hat das Interieur: Der ovale Schnitt des Innenraums macht es möglich, dass trotz der kompakten Außenmaße drei Personen Platz finden. Der Clou dabei: Der Rücksitz ist zentral in der Mitte des Fahrzeugs platziert. Wird er nicht benötigt, erinnert lediglich die muldenförmige Rückenlehne an die Sitzmöglichkeit. Nimmt ein Passagier im Fond Platz, lässt sich das Mittelteil zwischen den Vordersitzen herausnehmen und zur Sitzfläche umfunktionieren. Dadurch wird außerdem der Beinraum zwischen den Vordersitzen für den dritten Mann oder die dritte Frau großzügig erweitert. Ist der Rücksitz nicht belegt, gewinnen die Insassen zusätzlichen Gepäckraum im Fond.

Ovale Sitze
Die ebenfalls oval geschnittenen Vordersitze verschmelzen mit der Türinnenverkleidung zu einer Einheit. Für optimalen Insassenschutz sorgen zwei ausfahrbare Überrollbügel und Dreipunktgurte auf allen Plätzen. Fahrer- und Beifahrersitz sind ebenso wie das griffige Sportlenkrad mit hellbraunem Leder bezogen. Derselbe Farbton findet sich an Instrumententräger und Seitenverkleidungen. Obwohl die Vordersitze nicht verstellbar sind, sollen Fahrer jeder Größe die geeignete Position finden. Dafür sorgen das längs- und höheneinstellbare Lenkrad und die individuell justierbare Pedalerie.

Pedale und Bedienelemente aus Aluminium
Im Innenraum entwickelt Renault das Bedienkonzept "Touch Design" weiter. Alle Schalter und Hebel sollen ihre Funktion bereits durch ihre Gestaltung verdeutlichen und sich deshalb gefühlsmäßig betätigen lassen. Neben der Funktionalität kommt die Ästhetik nicht zu kurz: So sind alle Bedienelemente und die Pedale aus eloxiertem Aluminium gefertigt.

Zentrales Bedienmodul
Über das zentral zwischen den Vordersitzen angeordnete, runde Bedienmodul steuern Fahrer und Beifahrer Audioanlage, Navigations- und Kommunikationssystem. Aus der Verkleidung der Fahrertür fährt bei Bedarf das ebenfalls runde Steuermodul für Heizung, Klimaanlage, Gebläsestärke und Luftverteilung aus. Einzige Anzeige im bewusst minimalistisch gestalteten Cockpit ist die kombinierte Tachometer-Drehzahlmessereinheit.

Automatisiertes Sechsgang-Schaltgetriebe
Die Kraftübertragung übernimmt ein automatisiertes Sechsgang-Schaltgetriebe. Alternativ zum Schalthebel kann der Fahrer die Gänge über Paddel am Lenkrad wechseln. Der aus der Mégane-Familie, Laguna und Espace bekannte 2,0-Liter-Benziner mit 135 PS sorgt in Kombination mit dem niedrigen Fahrzeuggewicht von 850 Kilogramm für sportliche Fahrleistungen, verspricht Renault.
(sl)

Platz für drei