Concept Car aus Osnabrück ist eine Mischung aus SUV und Cabrio

Mit der Studie eines geländetauglichen Cabrios überraschte Karmann die Besucher der IAA in Frankfurt, die vor wenigen Tagen zu Ende ging. Zugegeben, ganz neu mag die Idee nicht erscheinen – der VW Kübelwagen lässt grüßen. Doch nur aus weiter Vergangenheit: Mit der SUC-Studie zeigt der Osnabrücker Cabrio-Entwickler ein fahrbares Konzeptauto, das die Fähigkeiten der boomenden Lifestyle-Fahrzeuge wie SUVs und Cabrios vereint und zugleich eine neue Fahrzeug-Nische begründen soll.

Separate Glasheckscheibe
Zu den technischen Highlights gehören gegenläufig zu öffnende Türen mit neuartigen Dichtungen, eine vollständig in der Hecktür versenkbare Scheibe, der große Öffnungswinkel der Seitentüren von 90 Grad und horizontal verschiebbare Türgriffe. Der Clou ist die Verdeck- und Laderaum-Konzeption, denn das Stoffverdeck überspannt vier vollwertige Sitzplätze. Die Heckscheibe ist nicht in das Stoffverdeck integriert, sodass sich bei offenem Dach eine komfortable Beladesituation ergeben soll.

22-Zoll-Räder
Für eine effektive und auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmte Kraftübertragung auf die 22-Zoll-Räder sorgt ZF Friedrichshafen mit einem speziellen Fahrwerk. Bei der elektronischen Dämpferregelung CDC (Continuous Damping Control) wird anhand verschiedener Parameter der optimale Dämpfungsgrad errechnet. Die volle Leistungsfähigkeit spielt das System durch die Vernetzung verschiedener Steuerelemente wie ESP, ABS oder CDC aus. Im Ergebnis sollen mehr Fahrkomfort, höhere Sicherheitsreserven und eine deutliche Schwingungsreduzierung entstehen.

Bis zu 180.000 Fahrzeuge im Jahr
Für das Sport Utility Cabrio sieht Karmann das größte Absatzpotenzial in Westeuropa und in den USA. Einer Studie zufolge könnte sich der Absatz über alle Marken zwischen 2009 und 2015 auf jährlich bis zu 180.000 Einheiten summieren. Denkbar wäre, etwa 900.000 Fahrzeuge des SUC zu produzieren.
(hd)

Mut zur Nische