Mit Drehstuhl und Eckbank reisen Sie wie in einem Wohnzimmer

Die 39. Tokyo Motor Show (vom 22. Oktober bis zum 6. November 2005) wird wieder zur großen Bühne für eine ganze Reihe skurriler Konzeptfahrzeuge. Auch dieses mal kündigen einige Hersteller zum Teil reicht ungewöhnliche Exponate an. So auch die US-Marke Chrysler: Mit dem Akino bringt sie ein 3,72 Meter langes Feng-Shui-Wohnzimmer auf Rädern mit nach Tokio.

Ein bisschen Smart und Punto
Die relativ steil aufsteigende Front des Akino –ohne einen Kühlergrill – erinnert an das Gesicht des Smart Fortwo, während die Heckleuchten der Studie vom Fiat Punto stammen könnten. Das Van-artige Gefährt fällt in der Seitenansicht durch seinen relativ langen Radstand und die kurzen Überhänge auf. Der Rechtslenker Akino hat auf der Fahrerseite nur eine Tür, während auf der Beifahrerseite zwei Türen vorhanden sind. Während die vordere Tür der Beifahrerseite in Fahrtrichtung öffnet, klappt die hintere Tür in die entgegengesetzte Richtung auf.

Wie ein Wohnzimmer
Dank der fehlenden B-Säule bietet der Akino einen besonders großzügigen Einstieg in den Fond, der wiederum mit einer sehr ungewöhnlichen Sitzanordnung überrascht: Zum einen ist der Einzelsitz für den Beifahrer um 360 Grad drehbar und ermöglicht es dem dort sitzenden Passagier, den Fondgästen direkt gegenüber zu sitzen. Die halbrunde Eckbank im Akino-Fond bietet bis zu drei Passagieren Platz und erinnert doch stark an eine gemütliche Wohnzimmersitzgruppe – also an einen Ort, an dem man zusammenkommt, um in gemütlicher Runde zu entspannen. Fahrer- und Fondbereich sind farblich voneinander getrennt. Vorne dominiert Salonblau, während hinten Cremefarben für behagliches Ambiente sorgen. Nach Aussage der Desingerin Akino Tsuchiya schafft diese Sitzanordnung eine Oase für eine sichere, komfortable und soziale Umgebung für eine Reise-Erfahrung auf vollkommen neuem Niveau.

Nach Feng-Shui-Art
Dazu trägt auch das gesamte Ambiente im Innenraum bei. Die Materialien und Farben im Interieur sind zusammengestellt aus Naturfasern und recyclebaren Synthesefasern. Der Bambus-Fußboden, eine Überwurf-Decke, das stimmungsvolle, dimmbare Licht aus Deckenleuchten und sogar Couch-Kissen erinnert an eine Raumgestaltung nach Feng-Shui-Art. Ungewöhnlich am Akino: Der hintere Dachbereich mit seinen großen Glaselementen wirkt wie ein mit dem Dach verbundener Aufsatz. Diese Bauweise bewirkt einen Bruch des Designs und andererseits bietet es mehr Kopfraum für die Passagiere im Fond.

Serienbau sehr unwahrschenlich
Der Akino-Innenraum ist nicht nur praktisch sondern zudem sehr attraktiv gestaltet. Doch dürfte das Konzept so kaum in Serie gehen. Der Akino ist ein reines Showobjekt, das auf den großen Automessen der kommenden Monate zu bewundern sein wird. Im Straßenverkehr wird er sich jedoch wohl nie bewegen. Entsprechend gibt es von Chrysler über technische Daten und den Antrieb keine Angaben.
(mh)

Fahren nach Feng-Shui