Große Spritsparlimousine ist mit 340 PS der stärkste Hybridler überhaupt

Mit dem Lexus GS 450h setzt die japanische Premiummarke ihre mit dem RX 400h eingeleitete Hybridoffensive fort. Während der RX jedoch als leichter Geländewagen (SUV) einen Allradantrieb besitzt, ist der GS auch in der Hybridversion ein Hecktriebler.

286 plus 190 gleich 340 PS
Für den GS standen bisher zwei Benzinmotoren zur Wahl. Im GS 300 arbeitet ein 3,0-Liter-V6 mit 249 PS und im GS 430 ein 4,3-Liter-V8 mit 283 PS. Mit 340 PS wird der GS 450h nicht nur der stärkste GS, sondern das kräftigste Hybridauto auf dem Markt sein. Seine Leistung resultiert aus einem 286 PS starken V6-Benziner mit 3,5 Litern Hubraum und Benzindirekteinspritzung, kombiniert mit einem 190-PS-Elektromotor.

In unter sechs Sekunden auf Tempo 100
Die Zahl 450 in der Modellbezeichnung steht also nicht für den Hubraum des Benziners, sondern soll verdeutlichen, dass die Leistung des Autos an einen 4,5-Liter-V8 erinnert. Damit schafft das Auto den Spurt von null auf 100 km/h in unter sechs Sekunden. Der Verbrauch soll mit dem eines 2,0-Liter-Vierzylinders vergleichbar sein. Das Automatikgetriebe kennt drei verschiedene Betriebsmodi: Normal, Power und Snow. Zudem gibt es einen Sportmodus, in dem die sechs Gänge manuell gewechselt werden.

Grundprinzip wie beim RX
Für den GS 450h hat Lexus einen völlig neuen Hybridantrieb mit Frontmotor und Hinterradantrieb entwickelt, der in seinen Grundzügen ähnlich funktioniert wie der Hybrid Synergy Drive des RX 400h. Das System umfasst neben dem Verbrennungsmotor die elektronische Steuerung für das Energiemanagement, eine Nickel-Metallhydrid-Batterie sowie die Antriebseinheit. Letztere besteht aus einem Gehäuse, das den Elektromotor, den Generator, die Leistungsverzweigung und eine zweistufige Untersetzung für den Elektromotor enthält. Die Leistungsverzweigung verteilt die Kraft von Verbrennungsmotor, Elektromotor und Generator mittels eines doppelt untersetzten Planetengetriebes.

Motorstopp beim Anhalten
Bei jedem Stopp, aber auch im Schiebebetrieb oder beim Bremsen wird der Verbrennungsmotor abgeschaltet. Beim Verlangsamen wird Bewegungsenergie in elektrische Energie umgewandelt, wodurch die Batterie wieder aufgeladen werden kann. Beim Anfahren sowie bei niedrigen und mittleren Geschwindigkeiten wird der GS ausschließlich vom Elektroantrieb vorangetrieben. Bei normaler Fahrt sorgt die Leistungsverzweigung dafür, dass die Leistung des Verbrennungsmotors sowohl für den Antrieb der Räder als auch zur Erzeugung von elektrischer Energie genutzt wird. Mit dieser wird die Batterie aufgeladen oder direkt der Elektromotor betrieben. Bei Vollgas sorgen Verbrennungs- und Elektromotor gemeinsam für den Vortrieb.

Ab Frühjahr 2006 im Handel
Der GS 450h erfüllt die Euro-4-Abgasnorm und wird in den USA als SULEV (Super Ultra Low Emission Vehicle) eingestuft. Der GS 450h steht ab Frühjahr 2006 bei den Händlern. Der Preis wurde noch nicht bekannt gegeben.
(sl)

Luxus-Lexus-Hybrid