Aus Erdgas zu Hause Wasserstoff gewinnen und damit den FCX antreiben

Ein ganz zentrales Thema der 39. Tokyo Motor Show sind alternative Antriebe. Die wichtigste asiatische Automesse, vom 19. Oktober bis 6. November 2005, wird mit einer wahren Flut von Hybriden, Elektromobilen und Brennstoffzellen-Fahrzeugen begeistern. Und angesichts der derzeit galoppierenden Öl- und Benzinpreise dürfte vor allem diesen Tokio-Neuheiten viel Aufmerksamkeit zu Teil werden. So wird zum Beispiel Honda mit dem FCX Concept eine coupéhafte Limousine mit Brennstoffzellen-Antrieb vorstellen. Das Geniale an dieser Technik: Statt schädlicher Abgase emittiert dieses Fahrzeug harmloses und umweltfreundliches Wasser.

Breit, flach und lang

Optisch fällt der 4,72 Meter lange Viertürer durch seine geringe Höhe von nur 1,43 Metern und die enorme Breite von 1,87 Metern auf. Weitere Besonderheiten sind der sehr kurze Vorbau, der lange Radstand und das eigenwillige Heck mit einer großen Leuchteinheit.

Lichter Innenraum
Das Interieur des FCX wurde sehr futuristisch gestaltet. Helle Farben und ein riesiges Glaspanoramadach sorgen für einen lichten Innenraum. Platz ist für vier Passagiere auf großen Einzelsitzen. Lenkrad und Cockpit bilden eine Einheit, die aus dem Armaturenbrett rankt. Der Fahrer blickt durch das Lenkrad auf nur ein kompaktes Rundinstrument. Zusätzlich befinden sich im Armaturenbrett drei Monitore. Insgesamt wirkt der Innenraum sehr aufgeräumt, da es nur eine geringe Zahl an sichtbaren Schaltern und Bedienelementen gibt.

Drei Motoren leisten 175 PS
Das wirklich Spektakuläre am FCX ist jedoch sein Antriebkonzept. Die Vorderräder werden von einem 107 PS starken Elektromotor angetrieben. Außerdem gibt es an beiden Hinterrädern je einen Radnabenmotor mit 34 PS. Zusammen werden also alle vier Räder von 175 PS angetrieben. Über die Fahrleistungen des FCX gibt es hingegen keine Angaben. Der Strom für die Elektromotoren wird in einem kompakten, im Mitteltunnel untergebrachten Brennstoffzellen-Stack erzeugt. Die großen Wasserstofftanks finden über der Hinterachse Platz. Die Frage stellt sich natürlich, wie man an den Wasserstoff zum Betrieb der Brennstoffzelle kommen soll. Derzeit gibt es in nur ganz wenigen Ländern vereinzelt Tankstellen mit Wasserstoff-Zapfsäulen. Der Aufbau eines flächendeckenden Tankstellennetzes für Wasserstofffahrzeuge dürfte noch viele Jahre in Anspruch nehmen.

Eigene Wasserstofftankstelle
Doch Honda bietet auch hierfür eine interessante Lösung in Form einer Wasserstofftankstelle für den Privathaushalt an. Dieser von Honda entwickelte HES-Prototyp (Home Energy Station) erzeugt nämlich Wasserstoff aus Erdgas. Des Weiteren verfügt diese private Wasserstofftankstelle über eine zusätzliche Brennstoffzelleneinheit, die Strom und Warmwasser erzeugen kann. Somit ermöglicht es die HES, einerseits das Brennstoffzellenfahrzeug mit Treibstoff zu versorgen, als auch zusätzlich den Haushalt mit Warmwasser und Elektrizität.

Hondas schöne neue Welt