Jetzt noch in Tokio, bald auf dem Markt: 450 PS starker Luxus-Audi startet 2006

Audi hat auf der Tokyo Motor Show einen starken Auftritt: Neben dem Shooting Brake steht der neue S8 im Scheinwerferlicht. Befeuert wird die Edel-Limousine von einem neuen V10-Motor. Dieser nutzt das Know-how der Audi-Tochter Lamborghini. Gegenüber dem Aggregat aus dem Lamborghini Gallardo wurde der Audi-Motor in verschiedenen Bereichen neu entwickelt. In der Bohrung ist er von 82,5 auf 84,5 mm vergrößert; der Hub beträgt 92,8 mm.

Satte 450 PS
Die Maschine schöpft aus 5,2 Litern Hubraum 450 PS Leistung und 540 Newtonmeter Drehmoment. Letztere stehen schon bei 3.500 Touren bereit. Die Benzin-Direkteinspritzung FSI sorgt wie im
Le-Mans-Sieger R8 auch im Audi S8 für eine überlegene Leistungsausbeute: Die Luxuslimousine spurtet in 5,1 Sekunden auf 100 km/h, der Vortrieb endet bei 250 km/h im elektronischen Begrenzer.

Kraft wird variabel verteilt
Die Kraftübertragung und das Fahrwerk des S8 wurden dem starken Motor angepasst. Ein quattro-Antrieb der neuesten Generation leitet die Kräfte an alle vier Räder. Ein zentrales Mitteldifferenzial, längs im Antriebsstrang eingebaut, verteilt die Kräfte situationsgerecht auf die Vorder- und die Hinterachse. Im Normalfall fließen 40 Prozent nach vorn und 60 Prozent nach hinten. Wenn sich die Straßenverhältnisse ändern, reagiert das rein mechanische Differenzial sofort – es kann bis zu 85 Prozent der Kräfte auf die hintere und maximal 65 Prozent auf die vordere Achse leiten. Wenn ein Rad einer Achse durchdreht, regelt es zudem die elektronische Differenzialsperre EDS per Bremseneingriff ab.

Federung gestrafft
Eine straffere Abstimmung der Luftfederung und Anpassungen an der Lenkung sorgen dafür, dass die Kraft und die Dynamik des Antriebs präzise auf die Straße gelangen. Ab Werk rollt der Audi S8 auf 20-Zoll Aluminium-Gussfelgen und 265er Sportschuhen.

Tiptronic neu abgestimmt
Serienmäßig hat der neue S8 eine sechsstufige Tiptronic an Bord. Dem Charakter der Sportlimousine entsprechend, ist die Endübersetzung der Automatik kürzer als beim A8 gewählt. Die elektronische Steuerung ermöglicht dynamischere Gangwechsel. Über den Wählhebel kann der Fahrer den Sportmodus des Getriebes anwählen – hier wird bei noch höheren Drehzahlen geschaltet. Zudem lassen sich die Gänge manuell mit den Schaltwippen wechseln, die hinter dem Lenkradkranz sitzen.

Hinten gibt's vier Rohre
Das Design des neuen S8 rundet das Bild ab: Die auffälligsten Änderungen finden sich am Bug. Der Singleframe-Grill, der den S8-Schriftzug trägt, ist in Platinumgrau gehalten, seine vertikalen Streben sind verchromt. Unter dem Grill sind drei niedrige Lufteinlässe in die Frontschürze eingeschnitten. Die beiden großen Lufteinlässe unter den Scheinwerfern tragen Waben-Gitter. Embleme auf den Kotflügeln, Türgriffe mit Alu-Leiste und Außenspiegelgehäuse in Aluminium-Optik weisen auf das Potenzial des V10 hin. Am Heck gibt es einen S8-Schriftzug, einen in den Kofferraumdeckel integrierten Spoiler, eine dezente Lichtkante in der Schürze und eine Auspuffanlage mit vier elliptischen Endrohren. Als einziges Modell in der A8-Palette wird der S8 auch in der Exklusivfarbe Daytonagrau Perleffekt angeboten.

Bi-Color-Sitze innen
Im Innenraum gibt es Bi-Color-Sitze mit zusätzlich farbig abgesetzten Nähten. Der Dachhimmel wird zusätzlich in der S-typischen Innenfarbe Silber angeboten. Die Türeinstiegsleisten tragen S8-Schriftzüge, die Dekorleisten bestehen aus gebürstetem Aluminium beziehungsweise aus Carbon. Das dreispeichige Multifunktions-Sportlederlenkrad mit dem S-Schriftzug trägt farbig abgesetzte Nähte und hat Schaltwippen in Aluminium-Optik. Beim Wählhebelknauf kommen Leder und Aluminium zum Einsatz. Die Nadeln der Instrumente sind in Weiß gehalten, ihre Skalen in Hellgrau und ihre Ziffern in S-typischer Kursivschrift.

Marktstart Mitte 2006
Ab Mitte 2006 startet die starke Limousine für 97.600 Euro in den Markt.

Bildergalerie: Kraft vom Stier-Herzen