Hot-Rod-Reinkarnation des Holden FJ beeindruckt in Sydney

Auch auf dem jüngsten Kontinent hegt und pflegt man Traditionen. So hat die australische Automarke Holden wieder einmal exklusiv auf der Sydney Motor Show eine spektakuläre Studie vorgestellt und zitiert damit zugleich ihr eigenes automobiles Vermächtnis: Der Efijy ist eine Hot-Rod-Reinkarnation des Holden FJ aus dem Jahr 1953. Die skurrile Nostalgie-Studie könnte problemlos auch als das nächste Batmobil durchgehen.

Werk eines Auto-Fanatikers
Das allein zu Show-Zwecken gebaute Coupé ist das Kind eines selbst ernannten Auto-Fanatikers: Der Holden-Chefdesigner Richard Ferlazzo fertigte bereits 1989 erste Skizzen für dieses Retro-Projekt an. Zum 50sten Geburtstag des FJ sollte das Einzelstück Efijy zur Sydney Motor Show 2003 fertig werden. Jedoch wurde bei Holden das Projekt Torana TT36 vorrangig behandelt, welches im Oktober 2004 erstmalig vorgestellt wurde.

Basiert auf der Corvette
Wahrscheinlich hat man gut daran getan, den auf der Corvette basierenden Efijy noch ein wenig reifen zu lassen. Denn die 5,16 Meter lange Flunder kann sich mehr als sehen lassen. Das Faszinierende: In der Designstudien-Arena ist der Efijy ein Einzelkämpfer. Es geht bei diesem Showcar nämlich nicht um die Darstellung praktischer oder zukunftsweisender Ideen, sondern allein um einen extravaganten Auftritt. Auffällig ist das kurvenreiche und tropfenförmige Erscheinungsbild. Besonders die stark ausgeformten Kotflügel zitieren die Formensprache eines Autobaus der Vergangenheit. Der wuchtige Kühlergrill ist eine groß dimensionierte Interpretation des 53er FJ-Gesichts. Die auffällige Lackierung des Efijy wurde Soprano-Lila getauft. Mit mehreren lichtdurchlässigen Schichten erzeugt diese Farbe einen spektakulären Tiefeneffekt.

Modern und nostalgisch
Der moderne und luxuriöse Innenraum erfreut ebenfalls mit vielen Design-Zitaten aus dem Autobau der Vergangenheit. Trotz Retro-Optik ist das Interieur technisch auf der Höhe der Zeit. Zu den Höhepunkten zählt ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem und ein großer LCD-Touchscreen. Über den berührungsempfindlichen Bildschirm können unter anderem die Klimaanlage und die Luftfederung eingestellt werden. Außerdem verfügt der Efijy über eine hochwertige Audio- und Video-Installation. Viel Leder, Metallapplikationen und Holz sorgen für ein luxuriöses Ambiente.

Satte 645 PS
Unter der langen Haube des Retro-Racers arbeitet ein potenter Sechsliter-V8-Motor, der dank Kompressoraufladung 645 PS und 720 Newtonmeter leistet. Kombiniert wurde der Motor mit einer Viergang-Automatik, die allein über Druckknöpfe in der Mittelkonsole bedient wird. Die gigantischen Alufelgen haben hinten 22 Zoll und vorne 20 Zoll Durchmesser. Ebenfalls groß dimensioniert sind die 381 Millimeter messenden Scheibenbremsen.
(mh)

Bildergalerie: Australo Corvetticus