Rassekatze mit Stoffdach feiert im Januar 2006 in Detroit Weltpremiere

Im September 2005 stellte Jaguar erstmalig die neue XK-Generation auf der IAA vor. Auf der Frankfurter Automesse wurde jedoch allein das Coupé präsentiert. Erst zur Detroit Autoshow, die vom 8. bis 22. Januar 2006 stattfindet, wird der britische Hersteller außerdem die Cabriolet-Version des XK präsentieren. Bereits im Frühjahr 2006 sollen der offene XK und das Coupé gleichzeitig in Deutschland auf den Markt kommen.

Optisch aufgewertet
Der neue Frischluft-XK verfügt über einen längeren Radstand als das Vorgängermodell. Gleichzeitig sind die Überhänge deutlich kürzer. Die somit gestreckter wirkende Karosserie sorgt für ein betont sportliches und zugleich elegantes Erscheinungsbild. Mit seiner langen, dynamisch gezeichneten Motorhaube, ausgeformten Radhäusern mit großen Rädern und der kraftvoll wirkenden, hohen Gürtellinie hinterlässt der offene Brite einen stilvoll-modernen und athletischen Eindruck.

Open-Air in 18 Sekunden
Das XK-Cabriolet kommt – entgegen eines aktuellen Trends im Autobau – nicht mit einem variablen Stahldach. Jaguar setzt weiterhin auf ein Softtop. Ob offen oder geschlossen überzeugt das XK Cabriolet – anders als viele Stahldach-Cabrios – mit einem wohlproportionierten Heck. Jaguar verspricht für das rundum gefütterte, aus drei Schichten bestehende Dach eine gute Dämmung gegen Wind- und Fahrgeräusche. In 18 Sekunden verschwindet das Stoffdach auf Knopfdruck unter einer Aluminiumabdeckung, ohne dabei das Kofferraumvolumen zu verkleinern. Bis zur einer Geschwindigkeit von 16 km/h lässt sich das Dach bedienen.

Über 200 Kilo abgepeckt
Ein technischer Leckerbissen des neuen XK Cabriolets ist Monocoque-Karosserie aus geklebtem und genietetem Aluminium. Jaguar verspricht hier eine besonders robuste und zugleich leichte Struktur. Während die Rohkarosserie 19 Prozent weniger Gewicht auf die Waage bringt, besitzt sie gleichzeitig eine 48 Prozent höhere Verwindungssteifigkeit gegenüber der Stahlkonstruktion vom Vorgänger. Insgesamt bringt das neue XK Cabriolet nur 1.635 Kilogramm auf die Waage und ist somit über 200 Kilo leichter als bisher. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Neben einer Verbesserung von Leistungsgewicht und Handling sinkt außerdem der Spritverbrauch. Zusätzlich sollen sich nach Aussage von Jaguar Sicherheit und Geräuschdämmung erhöhen.

Antrittsstärker bei gleicher Leistung
Angetrieben wird der neue XK vom bekannten 4,2-Liter-V8-Saugmotor mit wie gehabt 298 PS. Eine neue Einspritzung soll den Motor fit für die Euro-4-Abgasnorm machen. Wie bisher stellt das V8-Triebwerk 411 Newtonmeter bei 4.100 Umdrehungen bereit, zwischen 2.000 und 6.000 Touren liegen mehr als 340 Newtonmeter an. Trotz der unveränderten Leistung bietet der neue Leichtbau-XK messbar mehr Agilität. Nach Aussage von Jaguar sprintet die abgespeckte Rassekatze in nur 6,3 Sekunden auf Tempo 100 – das sind drei Zehntelsekunden schneller als bisher. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h abgeregelt.

Mehr Sicherheit
Das neue XK Cabriolet verfügt außerdem über eine umfangreiche Sicherheitsausstattung. Dazu gehören unter anderem die Reifenluftdruck-Kontrolle TPMS und die adaptive Geschwindigkeitsregelung A.C.C. mit Vorausfahr-Warnfunktion. Optional gibt es außerdem aktive Scheinwerfer, bei denen sich das Abblendlicht an die Geschwindigkeit und den Lenkradeinschlag anpasst. Ein Überrollschutz aus zwei Aluminiumbügeln, die automatisch ausfahren, sobald die Sensoren einen Überschlag feststellen, sollen die Insassen schützen, falls das Cabriolet auf dem Dach landen sollte.

Neue Übersichtlichkeit
Der Open-XK soll den Fahrgästen außerdem mehr Komfort bieten. Mit längerem Radstand, breiterer Spur und einer höheren Dachlinie sollen Fußraum und die Schulterfreiheit gewachsen sein. Erstmalig wird es den XK mit schlüssellosem Zugangs- und Startsystem geben. Nähert sich der Fahrer mit dem passenden Signalgeber in der Hosentasche dem XK, entriegelt dieser automatisch. Gestartet wird per Knopfdruck. Anstelle des traditionell überfrachteten Jaguar-Cockpits mit vielen Schaltern und Knöpfen trumpft der XK mit neuer Übersichtlichkeit auf. Im Instrumententräger befindet sich zwischen Tacho und Drehzahlmesser ein TFT-Display, welches Informationen zu Gangwahl, Tempomat, Reifenluftdruck und zur Navigation anzeigt. Über einen Sieben-Zoll-Touchscreen in der Mittelkonsole lassen sich Klimatisierung, Audioanlage und die DVD-Navigation steuern.

Starker XKR kommt später
Die Preise und weitere technische Details zum XK Cabriolet will Jaguar erst nach der Detroit-Premiere veröffentlichen. Vermutlich dürfte sich der Einstiegspreis zwischen 80.000 und 90.000 Euro einpendeln. Jaguar wird vom XK Cabriolet auch wieder die starke Variante XKR auflegen. Ob der XKR mit 395 PS oder sogar mehr Leistung kommen wird, ist noch ungewiss. Vermutlich dürfte die Sportversion in etwas über fünf Sekunden auf Tempo 100 sprinten. Mit der Präsentation der eiligen XK-Variante wird sich Jaguar noch etwas Zeit lassen. (mh)

Jaguar XK Cabrio