Der luftige GT vereint Serientechnik und viel Handarbeit

Bollernder V8-Sound im Nacken und frische Luft um die Nase – so stellt sich Kip Ewing, Chef des Ford Special Vehicle Teams, das Ideal eines Sportwagens vor. Was liegt da näher, als den sportlichsten Ford dieser Tage – den GT – seines Daches zu berauben. Geboren ist der GTX1.

Gute alte Handwerkskunst
Bereits seit 1999 ist es bei Ford Tradition, auf Amerikas größter Tuning- und Zubehörmesse SEMA extravagante Fahrzeuge zu präsentieren. In diesem Jahr gab Kip Ewing grünes Licht für den GT-Roadster. Doch dieser wurde nicht von Ford sondern von mehreren kleinen Tunern und einem Karosseriebauer auf die wuchtigen Räder gestellt. Allen voran der amerikanische Cabrio-Spezialist Mark Gerisch. Er beraubte den Ford GT seines festen Daches und kreierte statt dessen ein vierteiliges herausnehmbares Targaverdeck. Es verwandelt den amerikanischen Sportwagen vom Coupé in einen Roadster oder einen T-Top à la Pontiac Trans-Am. Außerdem lauert der Motor jetzt unter einer schicken Glasabdeckung und kann somit bestens bestaunt werden.

Viele fleißige Hände
Viele große und kleine Automobil-Zulieferer und Tuning-Spezialisten haben ihren Teil zum GTX1 beigesteuert: So zieren Rennsportsitze von Sparco den von WK Industries aufgewerteten Innenraum, hinter den 19 beziehungsweise 20 Zoll großen Alus packen Brembo-Rennbremsen ordentlich zu und Pirelli steuert 235er- und 315er- Hochgeschwindigkeits-Pneus bei.

Noch mehr Dampf
Angetrieben wird der dachlose Sport-Ford von einem 5,4 Liter großen V8-Aggregat. Im Gegensatz zum Serien-GT mit seinen 500 PS mobilisiert es im GTX1 allerdings beachtliche 618 Pferdestärken. Und auch wenn es bezüglich des Drehmomentes keine offiziellen Angaben gibt, dürften die serienmäßigen 744 Newtonmeter angesichts des Leistungszuwachses weit überschritten werden.

Preis ist noch Geheimsache
Wer jetzt denkt, der Frischluft-Über-GT sei nur ein SEMA-Ausstellungsstück, der irrt. Jeder GT-Besitzer kann seinen Sportler in einen Oben-ohne-Athleten verwandeln lassen. Zu einem Preis für die Dach-Amputation ließen allerdings weder Ford noch Mark Gerisch eine Summe verlauten.
(jk)

Offener Ford GT