Retro-Look mit coupéhaftem Hinterteil und martialischer Schnauze

In den USA ist der Dodge Charger (zu Deutsch Schlachtross) eine automobile Legende. Das wuchtige, zweitürige Coupé konnte in den 60er- und 70er-Jahren mit viel Leistung und seiner eigenwillig geformten, langen Front begeistern. Jetzt will Dodge den Namen Charger mit einem neuen Modell wiederbeleben. Die Chrysler-Tochter bringt einen sportlich ausgelegten Viertürer auf Basis des 300C mit entsprechender Bezeichnung in den USA auf den Markt. Obwohl einst ein zweitüriges Coupé, ist die Neuauflage des Charger ein Viertürer. Doch sollen das coupéhaft gestaltete Heck und der wuchtige Kühlergrill zwischen dunkel getönten Scheinwerfern an das klassische Vorbild erinnern. Auf der Detroit Auto Show, vom 15. bis 23. Januar 2005, feiert das Serienmodell Weltpremiere. Im Sommer 2005 sollen die ersten Fahrzeuge auf den Straßen rollen.

Intelligenter Muskelprotz
Wahlweise wird es den Charger mit einem 250 PS starken V6-Benzinmotor oder einem 5,7-Liter-V8-Motor mit satten 340 PS geben. In der Topmotorisierung sprintet der über fünf Meter lange Bolide laut Dodge in sechs Sekunden auf 100 km/h. Doch ist der Charger nicht nur brutale Fahrmaschine und Ressourcen-Vernichter. Der Clou: Wird während der Fahrt nicht die volle Leistung benötigt, werden automatisch vier Zylinder abgeschaltet und damit rund 20 Prozent weniger Sprit verbraucht. Außerdem bringt das Muskelpaket seine Kraft dank des Stabilitätsprogramms ESP in Kombination mit ABS und einer Traktionskontrolle sicher auf den Asphalt.

Schlicht und sportlich
Der Innenraum des Charger ist sportlich, funktional und schlicht gestaltet. Das zweifarbige Interieur wurde zusätzlich mit Oberflächen im Metallfinish aufgehübscht. Das fahrerorientierte Cockpit verfügt über eine der aktuellen Viper entlehnten Instrumententafel.
(mh)

Bildergalerie: Schlachtross mit 340 PS