Puristische Studie feiert Weltpremiere auf der Tuningmesse SEMA

Noch in den 90er-Jahren galt Volvo als die Automarke der Vernunft. Aus Schweden kamen kastige und geräumige Familienautos, die vor allem als besonders sicher galten. Doch bereits seit vielen Jahren ist die Ford-Tochter mit Erfolg darum bemüht, sich zusätzlich über Agilität zu definieren und damit bei den Autofahrern das lustvolle Element an der Mobilität zu wecken. Mit kurvenreichen und sportlichen Modellen konnte Volvo sein Image nachhaltig aufpolieren. Dass die Marke jedoch noch viel sportlicher kann, zeigt jetzt die Hotrod-Studie T6 Roadster. Erstmals steht das heiße Power-Mobil auf der amerikanischen Tuning-Messe SEMA, die vom 1. bis 4. November 2005 in Las Vegas stattfindet.

Leichtgewicht in Prowler-Optik
Mit dem T6 Roadster haben die Volvo-Designer ein Einzelstück erschaffen, dass vor allem eines vermittelt: Fahrspaß pur. Die Volvo-Studie läuft vom breiten Heck wie ein Stück Sahnetorte nach vorne hin spitz zu. Auffällig sind die vollkommen freiliegenden Räder samt Radaufhängung. Ein Design, welches man bereits vom exotischen US-Serienmodell Plymouth Prowler kennt. Die zweisitzige Volvo-Studie hat ein besonders gewichtssparendes Gitterrohrrahmen-Chassis, während die Außenhaut aus Aluminium besteht. Entsprechend wenig Gewicht dürfte die spartanische Fahrmaschine auf die Straße bringen.

Starker Sechszylinder
Angetrieben wird das Leichtgewicht vom bekannten Reihen-Sechszylinder aus dem Volvo S80 T6. Der 2,9-Liter-Benziner leistet dort stattliche 272 PS. Ob der Motor im T6 Roadster ebenfalls über diese Leistung verfügt, hat Volvo nicht mitgeteilt. Statt wie im S80 vorne, arbeitet das leistungsstarke Aggregat im Heck der Studie, direkt hinter zwei Ledersitzen, die ebenfalls aus dem S80 stammen. Über ein Fünfgang-Automatikgetriebe wird die Kraft an die Hinterräder übertragen. Sofern der Motor zu warm werden sollte, öffnet sich automatisch die Heckklappe, um über die Zufuhr von Frischluft die Temperatur wieder zu senken.

Sportliches Fahrwerk
Die Fahrwerkskomponenten des Roadsters stammen ebenfalls aus dem Volvo-Regal. Zum Einsatz kommen Achsen und Radaufhängung vom S80 und vom V70. Außerdem wurde das Fahrwerk besonders sportlich abgestimmt. Dazu gehören auch die groß dimensionierten Bremsen sowie wuchtige Leichtmetallfelgen, vorne mit 20 Zoll und hinten mit 22 Zoll Durchmesser.

Symbol der Männlichkeit
Neben den Sitzen stammen im Innenraum des T6 Roadsters auch das Cockpit aus dem S80. Das Sportlenkrad wurde hingegen dem S60 entnommen. Zu den ganz und gar eigenständigen Designelementen des T6 Roadsters gehören unter anderem die kleinen Frontscheinwerfer mit Projektionsleuchten, die auf den oberen Radaufhängungen montiert wurden. Das Heck zieren besonders schmale Rückleuchten und ein zentraler Doppelauspuff. Ein witziges Detail im großen Chromkühlergrill ist die diagonal verlaufende Strebe, die in der Mitte statt des Volvo-Logos das Symbol für den Planeten Mars trägt. Das runde Schild mit einem Speer nach rechts oben wird auch als Symbol für Männlichkeit verwendet.
(mh)

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