Unter den Top five der Weltrangliste

Renault und Nissan feiern den fünften Jahrestag ihrer Allianz. Mit einem Absatz von weltweit 5,36 Millionen Automobilen und einem Weltmarktanteil von 9,3 Prozent im Jahr 2003 zählt das Bündnis zu den fünf größten Automobilkonzernen der Welt.

Nissan profitabelster Volumenhersteller der Welt
Nissan wurde nach dem Zusammenschluss schneller als erwartet profitabel. Die Marke ist derzeit sogar der profitabelste Automobil-Volumenhersteller der Welt. Seit 2001 steuern die Japaner einen großen Anteil zum Gewinn von Renault bei.

Klare Markentrennung
Renault-Chef Louis Schweitzer beschreibt die Ziele des Zusammengehens so: ,Ich habe stets gesagt, dass dies keine Verschmelzung ist. Ich glaube, dass bei Automobilfirmen eine starke Verbindung zwischen Nationalität, Unternehmenskultur und dem Produkt besteht." Ein wichtiger Faktor für das Funktionieren der Allianz sei daher seit 1999 die unverändert strenge Markentrennung sowie die weitere Profilierung der jeweiligen Markenidentitäten, so Schweitzer.

Nur wenige Überschneidungen bei Produktpaletten
Die beiden Marken ergänzen sich auch bei ihren Produktpaletten. Die Nissan-Kompetenz bei Off-Road-Fahrzeugen, Sport Utility Vehicles (leichten Geländewagen, SUV), in der Oberklasse und bei Sportwagen passt zum Renault-Angebot mit Schwerpunkten bei Kleinwagen, der Kompaktklasse, den Vans in allen Klassen sowie den leichten Nutzfahrzeugen.


Synergie-Effekte durch gemeinsame Plattformen
Durch ihr gemeinsames Know-how können die Partner ihre Entwicklungskosten verringern und den jeweiligen technologischen Input des anderen nutzen, so Renault und Nissan. Auf der gemeinsamen Kleinwagen-Plattform basieren bereits der aktuelle Nissan Micra, ab 2005 der Nachfolger des Renault Clio sowie der neue Clio-Van, der als seriennahe Studie ,Modus" auf dem Genfer Automobilsalon 2004 präsentiert wurde und im Herbst 2004 auf den Markt kommen wird.

Effektivität durch Reduktion der Motorbaureihen
Die neue Plattform für Golfklasse-Fahrzeuge kommt für die siebenköpfige Mégane- und Scénic-Familie zum Einsatz und wird die Grundlage für künftige Nissan-Modelle liefern. Später folgt in der Mittelklasse eine Plattform für die Nachfolger von Renault Laguna und Nissan Primera. Statt der anfangs 33 Plattformen im Jahr 1999 wird die Allianz im Jahr 2010 nur noch zehn gemeinsame Plattformen benötigen. Ebenso effektiv ist die Reduktion der Motorenbaureihen von ursprünglich 27 auf nur noch acht Motorenfamilien. Schon heute erhält Renault von Nissan den 3,5-Liter-V6-Benziner. Im Gegenzug verwendet Nissan die Motoren 1.5 dCi und 1.9 dCi von Renault.

Gemeinsames Unternehmen in Deutschland
In Deutschland verkaufen Renault und Nissan rund 300.000 Fahrzeuge pro Jahr. Das entspricht einem gemeinsamen Marktanteil von rund neun Prozent. Die Renault Nissan Deutschland AG liegt damit gleichauf mit großen deutschen Herstellern.
(pk)

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