Neues Serienmodell und Luxus-Studie Concept Eight feiern in New York Premiere

Auf der Auto Show in New York vom 7. bis 18. April 2004 sieht man deutlich, dass die Katzen-Dame XJ Zuwachs bekommen hat: Sie ist länger geworden. Gemeint ist der Jaguar XJ LWB. LWB steht für ,Long Wheelbase", die englische Übersetzung für ,langen Radstand". Die ohnehin nicht gerade zum Klub der Kurzen gehörende Luxus-Limousine ist um 12,5 Zentimeter gewachsen. Sie misst jetzt 5,21 Meter und verfügt über einen Radstand von 3,15 Metern.

Dach angehoben
Gleichzeitig wurde das Dach im Fond der Passagierkabine um sieben Millimeter erhöht. Das Plus an Länge ist vor allem hinter der B-Säule zu spüren. Die Fondtüren wurden verlängert und sollen dadurch das Ein- und Aussteigen erleichtern. 96,1 Zentimeter Fußraum stehen übrigens hinten zur Verfügung.

Vier Sitzkombinationen
Auch für die Ausstattung wurde tief in die Zubehör-Regale gegriffen. So stehen vier unterschiedliche Sitzanordnungen im Fond zur Wahl. Dazu gehören fest montierte beziehungsweise elektrisch verstellbare Sitzbänke oder beheizbare Komfort-Einzelsitze. An den Rückenlehnen der Vordersitze befinden sich Klapptische mit Walnussholz-Auflagen. Sie sind so groß, dass sich ein Laptop darauf abstellen lässt.

Von außen ist der lange Jaguar am geänderten Kühlergrill und 18-Zoll-Rädern zu erkennen. Der Preis steht noch nicht fest.


Über-Auto der Zukunft: Studie Concept Eight
Auf dem XJ LWB basiert die Studie Jaguar Concept Eight. Sie stammt aus dem ,Advances Design Studio" und soll die ,ultimative Jaguar Luxus-Limousine der Zukunft" zeigen. Dabei wurde der ohnehin üppig ausgestattete XJ LWB noch besser bestückt. Dabei wurde auf die Hervorhebung des Hightechs wie Laptops und Plasmabildschirme verzichtet. Dafür gibt es, wie im Grandhotel, hochwertige Materialien und handgeknüpfte Teppiche.

Wie im Grand Hotel
Im Fond erwarten die Gäste zwei breite, elektrisch verstellbare Einzelsitze. Diese sind durch eine Mittelkonsole getrennt, die sich bis zum Armaturenbrett erstreckt. Unter der Konsolenabdeckung aus mattem Walnussholz verbirgt sich ein Kühlfach für die Champagner-Flasche und zwei speziell gestylte Waterford-Kristallgläser. An den Rückseiten der Vordersitze gibt es Vitrinen, die Platz bieten für Parfum-Flakons und eine Digitalkamera.

Teure Materialien
Die Material-Liste liest sich wie die vom Innenarchitekten des Scheichs von Hammadistan. Anilin-Leder für die Fondsitze und das Armaturenbrett, Nubuk-Leder von Connolly für die Türverkleidungen sowie Chrom und Aluminium. Die Teppiche sind aus Ivory-Grey-Wolle und wurden in Chelsea Harbour handgeknüpft. Das Sound-System kommt von Alpine und liefert 860 Watt Leistung aus 14 Lautsprechern.


Glasdach mit Leucht-Kanten
Eine weitere Besonderheit ist das einteilige Glasdach, das die gesamte Passagierkabine überspannt. Die getönte Verglasung besitzt an den Kanten Bänder von LEDs, die ein dezentes rötliches Licht erzeugen. Ein ähnlicher Effekt geht von den Beleuchtungen der Mittelkonsole und unter den Vordersitzen aus.

V8 mit 395 PS
Die Studie ruht auf 21 Zoll großen Fünfspeichen-Alus. Seitlich hinter den Vorderrädern gibt es zusätzliche Lufteinlässe mit Chromgrill, am Heck extravagante Chrom-Auspuffblenden. Lackiert wurde das Concept Car in ,Purple Haze"-Metallic. Das ist eine Mischung aus Kirschrot und Schwarz, die je nach Lichteinfall den Farbton ändert. Angetrieben wird der Eight vom 4,2-Liter-V8-Kompressor, dem mit 395 PS stärksten Jaguar-Triebwerk.

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