Peugeot weicht vom Schema mit der einzelnen Null in der Mitte ab

Zahlen sind bei Peugeot eigentlich heilig. Für die französische Marke gehört die Kennzeichnung von Pkw-Modellen durch eine Zahl mit einer Null in der Mitte sozusagen zum Erbgut.

Immer individueller
Doch der Trend zu immer individuelleren Modellen, zu Autos für jede Marktnische verlangt nach immer neuen Produkten. So reicht das "natürliche" Angebot an Zahlen für die Modellpalette nicht mehr aus. Deshalb hat Peugeot beschlossen, das System der Modellbezeichnungen durch Doppeln der Null in der Mitte zu erweitern. Die vierstellige Zahlenreihe soll ihre Premiere noch im Jahr 2004 mit einem neuen Modell feiern.

Dreistellige Zahlenreihe seit dem 201
201, 203, 205, 306, 407, 504, 607 und so weiter: wahllos aus der Peugeot-Geschichte gegriffene Zahlen, die jeweils für ein bestimmtes Modell stehen. Den Anfang machte der 201, der 1929 auf dem Pariser Automobilsalon vorgestellt wurde. Die erste Ziffer steht dabei für die Klasse, dann kommt die Null und dann die Generation. So folgte etwa der 206 auf den 205, der 407 auf den 406.

Vorreiter 4002
Die Öffnung des Zahlensystems wurde 2003 mit der Studie Peugeot 4002 vorbereitet, die auf der Frankfurter Automesse IAA im Herbst 2003 zu sehen war. Das erste Serienfahrzeug mit einer vierstelligen Modellbezeichnung wird ein Fahrzeug auf Basis des beim Pariser Automobilsalon 2002 präsentierten Concept-Car Sésame sein. Der 1007 - so der Name - wird der Öffentlichkeit noch vor Ende des Jahres vorgestellt werden, möglicherweise also auf dem Pariser Autosalon im September 2004.

Und wie gehts weiter?
Wie die Benennungsstrategie von Peugeot in Zukunft aussehen wird, ist damit noch nicht ganz klar. Werden weitere Modelle dann zum Beispiel 1017 heißen oder 1010? Da werden wir uns noch gedulden müssen.
(sl)

Doppelnull-Revolution