US-Werk in Spartanburg soll künftig mehr als 200.000 Autos produzieren

Während bei Autoherstellern wie Ford und General Motors angesichts sinkender Absatzzahlen in den USA Katerstimmung herrscht, setzt BMW dort wie auch weltweit auf Wachstum. So plant der bayerische Autobauer, die Produktion in seinem Werk Spartanburg im US-Bundesstaat South Carolina massiv auszubauen. Momentan verlassen jährlich 140.000 Fahrzeuge der Baureihen X5 und Z4 die Bänder der Fabrik. Mittelfristig soll die Zahl auf deutlich über 200.000 Fahrzeuge ansteigen. Die jüngsten Expansionspläne verkündete der Vorsitzende des Vorstands der BMW AG, Norbert Reithofer, am gestrigen Dienstag auf der Hauptversammlung in München.

X6 kommt bereits 2008
Zukünftig will BMW in Spartanburg neben den genannten Baureihen auch den X6 sowie den Nachfolger des X3 produzieren. Beim X6 handelt es sich um ein gestrecktes und coupéartiges SUV auf Basis des X5. Bereits im Frühjahr 2008 dürfte das neue Allradmodell verfügbar sein. Etwas mehr Zeit wird bis zur Neuauflage des X3 verstreichen. Vermutlich erst 2010 geht die zweite Generation des derzeit kleinsten BMW-SUVs in Produktion.
Defizite durch schwachen Dollar ausgleichen
Die Ausweitung der US-Produktion sei ,... ein Baustein unserer zukünftigen Strategie. Damit vermindern wir unsere Währungsrisiken im US-Dollar", fügte Reithofer hinzu. Die Währungsbelastungen durch den schwachen Dollar und den japanischen Yen beliefen sich bei der BMW Group allein im abgelaufenen Geschäftsjahr auf insgesamt 666 Millionen Euro. Die Ausweitung der Produktion in den USA dürfte sicherlich helfen, diese Währungsrisiken zu mindern.

Bis 2010 mehr als 1,6 Millionen Autos
Insgesamt befindet sich BMW seit Jahren auf Expansionskurs. Während in 2005 die BMW Group zusammen mit den Marken Mini und Rolls-Royce noch 1.327.992 Fahrzeuge auslieferte, stieg diese Zahl in 2006 um 3,5 Prozent auf 1.373.970 Fahrzeuge. In 2007 sollen über 1,4 Millionen Autos produziert werden. Bis 2010 plant BMW, die weltweite Produktion auf 1,6 Millionen Autos zu steigern. Deutscher Markt in 2006 rückläufig
Absatzstärkster Markt der BMW Group war in 2006 mit einem Plus von 2,1 Prozent auf 313.921 verkaufte Fahrzeuge die USA. In Europa wurden mit 816.829 Automobilen 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr ausgeliefert. Deutschland war der wichtigste europäische Markt, in dem allerdings mit 287.715 Fahrzeugen 2,8 Prozent weniger Fahrzeuge als in 2005 abgesetzt wurden. In Asien verbuchte die BMW Group in 2006 die größten Zuwachsraten. Der Absatz stieg dort um 13,0 Prozent auf 142.084 Fahrzeuge. Größter Einzelmarkt der BMW Group in der Region ist Japan, wo die Auslieferungen um 5,6 Prozent auf 62.115 Einheiten zulegten.

BMW will weiter wachsen