Nachfolger des 307 kommt im September zur IAA und dann auch auf den Markt

Offiziell wird der neue Peugeot 308 am 27. Juni 2007 im Elsass erstmalig der Presse präsentiert. Zuvor wird Peugeot allerdings ab dem 5. Juni bereits erste ungetarnte Prototypen auf französischen Straßen fahren lassen. Damit von diesem Zeitpunkt an das Internet nicht mit 308-Erlkönigfotos überschwemmt wird, hat Peugeot sich dafür entschieden, parallel ein paar Bilder vom Kompakt-Löwen zu veröffentlichen. Weitere Fotos und detaillierte Informationen werden jedoch erst in drei Wochen folgen. Die Messepremiere des neuen Kompakten findet Mitte September 2007 auf der Frankfurter IAA statt. Kurze Zeit später soll die Limousine als Drei- und Fünftürer bereits in den Handel kommen.

Optisch modernisiert
Optisch blieb dem 308 die vanartige Silhouette des Vorgängers erhalten. Eine lange und flach aufsteigende Frontscheibe endet in einem relativ kurzen Dach, das zum Heck hin wieder leicht abfällt. Neu ist die ausgeprägte Schulterlinie, die von vorn nach hinten aufsteigt. Am Heck verlaufen die Rückleuchten schwungvoll bis weit in die Flanke des Fahrzeugs.

Mit Haifischschnauze
In vielen Details erinnert der 308 an den neuen 207. Auffällig ist der mächtige Kühlergrill, den eine schwarze Kunststoff-Stoßstange teilt. Über dem Grill fällt die an eine Haifischschnauze erinnernde optische Verlängerung der Motorhaube mit großem Löwen-Logo ins Auge. Die spitze Front wird flankiert von lang gezogenen, mandelförmigen Scheinwerfereinheiten. In der unteren Hälfte der Frontschürze befinden sich ganz außen senkrecht stehende, rechteckige Nebelscheinwerfer. Letzteres ist ein gestalterisches Novum bei Peugeot.

Mehr Platz und höhere Qualität
In einem sehr kurzen Begleittext zu den ersten 308-Bildern spricht Peugeot von einer im Vergleich zum Vorgänger höheren Qualität im Innenraum sowie einer besseren Verarbeitung. Außerdem soll die Neuauflage mehr Platz bieten und das Geräuschniveau innen verbessert worden sein. Ansonsten lässt sich auf dem Innenraum-Foto erkennen, dass die Belüftungsdüsen nun rund statt eckig sind. Am oberen Ende der Mittelkonsole wuchs die Zahl der Belüftungsdüsen von zwei auf drei. Diese bilden nicht wie bisher optisch eine Einheit mit der Mittelkonsole. Komplett überarbeitet und verfeinert wurde auch die Bedieneinheit für die Klimaanlage. Die Türinnengriffe sind nun in Metall-Optik ausgeführt. Ebenfalls metallisch sieht ein u-förmiger Rahmen um die Schaltkulisse aus. Schließlich verrät das erste Innenraumbild, dass Peugeot für den 308 ein großes Glaspanoramadach anbieten wird.

Motoren aus der BMW-Kooperation
Hinsichtlich der Motorisierungen gibt es von Peugeot derzeit noch keine konkreten Angaben. Sicher ist, dass das Benzin-Aggregat aus der Kooperation mit BMW im 308 zum Einsatz kommen wird. Den 1,6-Liter-Vierzylinder wird es in verschiedenen Leistungsstufen geben. In seiner stärksten Ausführung mit Twinscroll-Turbolader mobilisiert der Motor 175 PS. Ebenfalls ein heißer Kandidat für den 308 ist der 1,6-Liter-Diesel mit 109 PS. Darüber hinaus dürfte auch der bekannte Zweiliter-Diesel mit 135 PS im 308 wieder zum Einsatz kommen. Typisch für Peugeot: Alle Diesel werden serienmäßig mit Rußpartikelfilter angeboten.

Die Varianten-Vielfalt wächst
Wann es weitere Karosserie-Varianten des 308 geben wird, ist derzeit noch ungewiss. Vom 307 bietet Peugeot neben der Limousine noch das Kombi-Duo Break und SW sowie das CC genannte Cabriolet mit variablem Blechdach an. Sicher ist, dass Peugeot den 308 auch in diesen Versionen anbieten wird. Darüber hinaus sollen aber noch weitere Modellreihen folgen. Sehr wahrscheinlich ist ein Van auf 308-Basis. Vermutlich wird Peugeot davon ähnlich wie Citroën einen Fünfsitzer und einen längeren Siebensitzer bauen. Darüber könnte die 308-Familie um eine SUV-Variante erweitert werden. Hier wäre ein kompakter Allradler unterhalb des 4007 denkbar oder auch ein Modell im Stile des VW CrossGolf.

Bildergalerie: Die Anti-Erlkönig-Bilder