425 PS starker Sportwagen mit ungewöhnlicher Mittelsäule

Erinnern Sie sich noch an den Lancia Stratos? Den keilförmigen Sportwagen aus den 70er-Jahren? Auf dem Genfer Autosalon, der vom 3. bis 13. März 2005 stattfindet, ist eine neue Interpretation dieses Autos zu sehen: der Fenomenon Stratos.

Auch für ungeteerte Strecken
Der Lancia Stratos gewann mehrmals die Rally-Weltmeisterschaft. Der neue Stratos erfüllt zwar nicht die Spezifikationen der Rallyeserie. Doch auch das neue Auto soll sich nicht nur für holprige, sondern sogar für ungeteerte Straßen eignen. Die Gestalter lieferten kein Retrodesign ab, sondern ein Fahrzeug, das den alten Stratos wirklich veraltet aussehen lässt.

Zentrale Säule statt zweier A-Säulen
Ein wesentlicher Unterschied ist die geteilte Windschutzscheibe – ein Feature, das es seit den 40er-Jahren im Automobildesign nicht mehr gab. Doch diese Eigenschaft ist mehr als ein Designereinfall: Statt zweier seitlicher A-Säulen gibt es eine einzige zentrale Mittelsäule. Diese hält auch die Türen. Wenn sie nach außen schwingen, nehmen sie die Windschutzscheibe mit sich. Die Sicht soll durch die Mittelsäule nicht verschlechtert werden; dennoch würde die Serienversion zwei konventionelle A-Säulen haben.

425 PS starker V8-Mittelmotor
Wie der 70er-Jahre-Lancia hat auch der neue Stratos einen Mittelmotor. Mit knapp vier Metern Länge ist der Sportwagen recht klein; auch der Radstand ist kurz. Während der erste Stratos einen quer eingebauten V6 von Ferrari unter der Haube hatte, wird der neue von einem V8 angetrieben. Das Aggregat liefert 425 PS und treibt über ein Sechsgang-Getriebe die Hinterräder an. Ein Differenzial zum Begrenzen des Schlupfs und ein Stabilitätsprogramm gehören zur Sicherheitsausstattung.

Unter 1.000 Kilo
Das Chassis besteht aus einem Verbundwerkstoff aus Carbonfassern und Aluminium, die Beplankung aus Carbonfasern. Auf diese Weise soll ein Fahrzeuggewicht von unter einer Tonne erreicht werden. Damit auch schlechte Strecken gefahren werden können, hat der Stratos relativ viel Bodenfreiheit. Auch die Federwege sind lang. Das Auto könnte 2006 oder 2007 in kleiner Stückzahl gebaut werden. Die Marke Fenomenon ist eine neue Londoner Designfirma, die 2003 gegründet wurde.
(sl)

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