Außerdem auf der Bologna Auto Show: ein Fiat Panda mit Wasserstoffantrieb

Die Weltpremiere des Fiat Sedici und der ebenfalls neue Fiat Panda Cross stehen im Mittelpunkt des Auftritts von Fiat auf der Motorshow in Bologna (3. bis 11. Dezember 2005). Am anderen Ende der 4x4-Skala – dem oberen Ende nämlich – steht das Showcar Oltre Fiat, ein rund sieben Tonnen schweres, speziell für den militärischen Einsatz entwickeltes Offroad-Fahrzeug.

Großer Bruder von Sedici und Panda Cross
Der große Bruder von Sedici und Panda Cross sieht dem Hummer von General Motors verblüffend ähnlich. Er basiert jedoch auf einem Chassis vom Lastwagenhersteller Iveco. Er wurde nach Anforderungen der italienischen und britischen Armee entwickelt. Der als Pick-up mit Doppelkabine konzipierte Allradler hat eine Nutzlast von rund drei Tonnen und macht auch vor anderthalb Meter tiefen Wasserdurchfahrten nicht halt.

Turbodiesel mit 185 PS
Sein 185 PS starker Turbodiesel ermöglicht zusammen mit einer Sechsgang-Automatik eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Bei einem Gesamtgewicht von bis zu sieben Tonnen sind dazu Spezialreifen des Entwicklungspartners Pirelli in der beeindruckenden Dimension 315/40R26 erforderlich.

Wasserstoff-Bomben unter dem Fahrzeugboden
Ein weiterer Bereich des Fiat-Messestandes widmet sich dem Thema alternative Antriebe. Neben den Erdgas- und Autogasmodellen, zeigt Fiat auch einen Brennstoffzellen-Antrieb im Panda. Die Wasserstofftanks – in der Fachsprache auch als Bombe bezeichnet – sind bei der Studie unter dem Fahrzeugboden installiert, was die volle Alltagstauglichkeit erhalten soll. Angetrieben wird der Panda Hydrogen von einem 82 PS starken Elektromotor, der eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h und eine Beschleunigung aus dem Stand auf in der Stadt relevante 50 km/h innerhalb von sieben Sekunden ermöglicht.

200 Kilometer Reichweite
Die Reichweite mit einer Tankfüllung von 68 Litern Wasserstoff beträgt etwa 200 Kilometer, ein Tankvorgang dauert etwa fünf Minuten. Nach dem Seicento Elletra H2 Fuel Cell von 2001 und dem Seicento Hydrogen bereits das dritte Modell, mit dem Fiat seine Kompetenz in Sachen Wasserstoff unterstreicht. Eine Kleinserie soll 2006 in Feldversuchen die Alltagstauglichkeit unter Beweis stellen.
(sl)

Bildergalerie: Fiats Soldaten-Hummer