Elfer-Vater Ferdinand Alexander Porsche feiert 70. Geburtstag

Am 11. Dezember feiert der Vater des Porsche 911 Geburtstag: Ferdinand Alexander Porsche wird 70 Jahre alt. Er leitete von 1962 bis 1972 das Designstudio des Zuffenhausener Sportwagenherstellers. In dieser Zeit entstanden unter anderem die Entwürfe des Porsche 911 und des Rennwagens 904.

Sohn von Dorothea und Ferry Porsche
Geboren wurde Ferdinand Alexander Porsche am 11. Dezember 1935 in Stuttgart als ältester Sohn von Dorothea und Ferry Porsche, dem späteren Begründer der Sportwagenproduktion. Bereits als kleiner Junge begleitete er Vater und Großvater Ferdinand in die Räume des damaligen Entwicklungs- und Konstruktionsbüros in Zuffenhausen. Als er sieben Jahre alt war, zog die Familie nach Zell am See in Österreich. Bereits als Kind entwarf und baute ,Butzi", wie er in der Familie genannt wurde, seine Spielsachen gern selbst. Zurück in Stuttgart besuchte er die Waldorf-Schule, danach die Hochschule für Gestaltung in Ulm. 1958 trat er in das Konstruktionsbüro der damaligen Porsche KG ein.

911-Modell aus Plastilin
Bald stellte er sein gestalterisches Talent unter Beweis, als er aus Plastilin das erste Modell eines Nachfolgers für die Baureihe 356 modellierte. Auf der Frankfurter Automobilausstellung im September 1963 wurde der Porsche 911 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt, der nach seinen Zeichnungen entstanden war. 1962 wurde ihm die Leitung des Designstudios des Zuffenhausener Sportwagenherstellers übertragen. Die Entwürfe aller Renn- und Sportwagen, die in den 60er Jahren die Fabrik verließen, gehen auf ihn zurück, unter anderem auch der legendäre Langstrecken-Rennwagen 904 Carrera GTS.

911: Maßstab aller Porsche-Modelle
Obwohl F. A. Porsche das väterliche Unternehmen bereits 1972 verließ, haben seine Entwürfe den Sportwagenhersteller laut Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking nachhaltig geprägt: ,Mit dem Porsche 911 ist ihm eine Form gelungen, die bis heute Gültigkeit hat. Sie wurde zum Eckpfeiler unserer Markenidentität. An ihr müssen sich alle Sportwagen, die wir jetzt und in Zukunft bauen, orientieren, um von unseren Kunden als Porsche anerkannt zu werden."

Design-Studio in Zell am See
Im Jahr 1972 gründete Ferdinand Alexander Porsche ein eigenes Designstudio, dessen Sitz er zwei Jahre später nach Zell am See verlegte. Hier entwarf er in den folgenden Jahrzehnten Herrenaccessoires wie Uhren, Brillen und Schreibgeräte, die unter der Marke ,Porsche Design" vertrieben werden. Gleichzeitig gestaltete der Vater des Elfer mit einem Dutzend Designern eine Vielzahl an Industrieprodukten, Haushaltsgeräten und Gebrauchsgütern.

Rückzug aus dem aktiven Berufsleben
Anfang 2005 legte Ferdinand Alexander Porsche auf eigenen Wunsch sein Mandat als Aufsichtsrat der Porsche AG nieder und zog sich damit aus dem aktiven Berufsleben zurück. Seinen 70. Geburtstag feiert er im Kreise seiner Familie in Zell am See.
(hd)

Elfer-Vater: Jubiläum