Exklusives Sportcoupé schöpft aus nur zwei Litern Hubraum 300 PS

Mit dem Ende von MG Rover ist zwar der letzte große unabhängige Autohersteller in Großbritannien verschwunden. Doch tote Hose ist auf der Insel in Sachen Autobau deshalb noch lange nicht. Im Gegenteil, gibt es doch eine vitale Szene kleiner und kleinster Sportwagenmanufakturen, die immer wieder mit neuen und eigenwilligen Modellen auf sich aufmerksam machen. Zu den etablierteren Mini-Marken gehören TVR, Morgan, Lotus oder Caterham. Doch selbst unter diesen kleinen Autoherstellern ist die Firma Connaught ein echter Exot. Nicht nur die Marke, auch ihr jüngstes Modell Type-D GT Syracuse lässt aufhorchen.

Die Formel-1-Legende
Der Name Connaught führt zurück auf eine britische Rennwagenfirma, die in den 1950er-Jahren mit einigen erfolgreichen Formel-1-Fahrzeugen in die Autobau-Annalen einging. 1959 verschwand der Connaught wieder völlig von der Bildfläche und wurde erst 2002 von einigen Autobau-Experten wiederbelebt. Das neue Connaught-Team hat sich zum Ziel gesetzt, innovative und durchgestylte Sportwagen mit Straßenzulassung zu bauen. Bereits 2004 stellten sie mit dem Type-D H die Studie eines 2+2-Sportcoupés mit Hybridantrieb vor. Als Hauptantriebsquelle diente ein eigens konstruierter Zweiliter-V10-Motor.

Zehn Zylinder, zwei Liter Hubraum, 300 PS
Und dieser V10-Motor soll jetzt das erste Serienmodell Type-D GT Syracuse zu sportlichen Höchstleistungen treiben. Mit Turboaufladung will Connaught den gerade einmal zwei Litern Hubraum satte 300 PS und 371 Newtonmeter entlocken. Damit soll der Anglo-Sportler immerhin über 270 Sachen schnell sein und die 100-km/h-Marke nach rund fünf Sekunden knacken.

Sportliches Layout
Doch allein die Leistung ist nicht entscheidend für eine gute Sportwagen-Performance; wichtig ist natürlich auch ein geringes Gewicht bei gleichzeitig hoher Steifigkeit der Karosserie. Dafür dürften die Gitterohrrahmen-Konstruktion aus Stahl und die leichte Aluminium-Beplankung sorgen. Der Syracuse soll nur 1.325 Kilogramm auf die Waage bringen. Dank der Auslegung als Hecktriebler mit Frontmotor wird dieses Gewicht zudem gleichmäßig auf beide Achsen verteilt. Der Radstand von 2,84 Meter, eine aufwendige Fahrwerkskonstruktion, groß dimensionierte Bremsen und 19-Zoll-Alufelgen mit 245er-Reifen sind weitere Garanten für ein sportliches Fahrerlebnis.

Eigenwilliger Innenraum
Auch der Innenraum ist sehr sportlich ausgelegt und bietet zudem ein eigenständiges Design. Das weitgehend in Grau gehaltene Cockpit wurde mit diversen Alu-Applikationen angehübscht. Auffällige Details sind die zahlreichen Rundinstrumente in der Mittelkonsole und die wuchtigen Haltebügel zwischen den Sitzen. Das mit Leder und Stoff bezogene Gestühl dürfte den nötigen Seitenhalt für schnelle Kurvenfahrten bieten. Darüber hinaus erfreut der Innenraum noch mit einigen Komfort-Details. Dazu gehören eine Klimaanlage, ein schlüsselloses Entriegelungssystem und ein CD-Radio. Ein gewisses Maß an Alltagstauglichkeit bietet der Syracuse außerdem dank einer Isofix-Kindersitzbefestigung und dem 368-Liter-Kofferraum.

Sehr exklusiv und ziemlich teuer
Derzeit sammelt man bei Connaught Bestellungen für den Syracuse. Voraussichtlich werden die ersten Fahrzeuge bereits 2006 an Kunden ausgeliefert. Die Auflage soll auf 100 Fahrzeuge limitiert werden. Je nach Ausstattungswunsch kann der Preis zwischen 65.000 und 80.000 Pfund betragen. Umgerechnet entspricht das rund 96.000 bis 118.000 Euro.
(mh)

Bildergalerie: Connaughts Kanone